Immer noch zu viel! Trotz Verbesserungen kostet Bürokratie noch über 60 Milliarden

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Die Bürokratiekosten für deutsche Unternehmen (Berichtspflichten) sind nach Angaben von Statista zwar gesunken, liegen aber immer noch bei 62,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Bürokratiekosten für deutsche Unternehmen liegen noch immer bei zig Milliarden Euro. Es gibt bisher nur marginale Einsparungen von wenigen Millionen, wie Statista ermittelt hat. Sarah Wagenknecht (BSW) spricht von einem Konjunkturkiller und fordert den Bürokratie-Schredder ...(Bild:  ZSB)
Die Bürokratiekosten für deutsche Unternehmen liegen noch immer bei zig Milliarden Euro. Es gibt bisher nur marginale Einsparungen von wenigen Millionen, wie Statista ermittelt hat. Sarah Wagenknecht (BSW) spricht von einem Konjunkturkiller und fordert den Bürokratie-Schredder ...
(Bild: ZSB)

Der Staat möchte einiges ganz genau wissen! Von Informationspflichten spricht man, wenn aufgrund bundesrechtlicher Regelungen Daten oder sonstige Informationen beschafft, übermittelt oder verfügbar gehalten werden müssen. Dabei geht es zum Beispiel Auswirkungen auf die Umwelt oder Informationen zum Arbeitsschutz. Und Betriebe müssen eben Aufwand betreiben, um die Informationen vorhalten zu können. Allein die Arbeitszeit kostet sehr viel Geld. Da taucht die berechtigte Frage auf, ob das wirklich sein muss. Noch vor einem Jahr wies die amtliche Statistik Kosten von 66,6 Milliarden Euro dafür aus. Die Zahl der Informationspflichten ging aber immerhin von 12.390 im Januar 2025 auf jetzt 12.364 zurück. (Abgefragt hat die Zahlen das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)). Die Kosten entstehen unter anderem für die Arbeitszeit der Beschäftigten, die diese Informationen zusammentragen. Die genannten Milliardensummen in der Statistik sind auf ein Jahr bezogene Hochrechnungen auf Grundlage der bestehenden Regeln.

Wagenknecht fordert einen Bürokratie-Schredder

Die schwarz-rote Koalition hat sich vorgenommen, die Bürokratiekosten deutlich zu senken und die Unternehmen von Berichtspflichten zu entlasten. Erst Anfang Januar räumte Bundeskanzler Friedrich Merz allerdings ein, dass die Bürokratiekosten unverändert zu hoch seien. Für Wagenknecht ist eine Summe von 62,5 Milliarden Euro ein Konjunkturkiller. „Die Bundesregierung hatte versprochen, den Bürokratiedschungel zu lichten. Tatsächlich sind die Berichtspflichten weiter auf Rekordniveau“, so die BSW-Gründerin. Es gebe auch notwendige Regeln – etwa zur Einhaltung von Mindestlohn und Arbeitszeiten. Aber viele Auflagen hätten keinen Nutzen, meinte Wagenknecht. Deutschland brauche deshalb einen effektiven Bürokratie-Schredder.

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