Drohnendämmerung Bundeswehr schließt Lücke mit Rheinmetalls Skyranger

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wegfegefeuer! Zur Stärkung der Drohnenabwehr plant die Bundeswehr einem Medienbericht zufolge eine Großbestellung des Flugabwehrsystems Skyranger bei Rheinmetall.

Das sind nur die durchlöcherten Überreste von Übungszielen. Doch das Rheinmetall-Drohnenabwehrsystem Skyranger macht das gleiche mit unerwünschten Flugrobotern. Nun plant die Bundeswehr sich damit massiver auszurüsten ...(Bild:  Rheinmetall)
Das sind nur die durchlöcherten Überreste von Übungszielen. Doch das Rheinmetall-Drohnenabwehrsystem Skyranger macht das gleiche mit unerwünschten Flugrobotern. Nun plant die Bundeswehr sich damit massiver auszurüsten ...
(Bild: Rheinmetall)

Der Rat der Europäischen Union hat die Haushaltspläne der Bundesregierung inklusive geplanter Milliardenschulden gebilligt. Weiterhin stimmten die Finanzminister der anderen EU-Länder bei einem Treffen in Luxemburg zu, dass Deutschland eine Sonderregel für Verteidigungsausgaben nutzen darf. Werden wegen Investitionen in Aufrüstung mehr Schulden gemacht als eigentlich erlaubt, soll Berlin kein Strafverfahren fürchten müssen. Und zur Stärkung der Drohnenabwehr plant die Bundeswehr einem anderen Medienbericht zufolge eine Großbestellung des Flugabwehrsystems Skyranger bei Rheinmetall. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Insider aus dem Bundesverteidigungsministerium und auf mit den Vorgängen vertrauten Personen aus dem industriellen Umfeld berichtet, sollen noch in diesem Jahr über 600 Abwehrsysteme bestellt werden. Der Auftragswert samt dazugehöriger Fahrzeuge werde auf über neun Milliarden Euro geschätzt. Skyranger ist ein mobiles Flugabwehrsystem, weshalb der Geschützturm mit Kanone auf verschiedene Fahrzeuge montiert werden kann – etwa auf einen Radpanzer Boxer, wie es bei der Bundeswehr geplant ist. Möglich ist der Einsatz aber auch auf Basis eines Kettenpanzers, wie dem bereits in die Tage gekommenen Leopard 1. Das System kann sogenannte Splittermunition mit einer hohen Feuerrate verschießen, wodurch Schwarmangriffe von Drohnen relativ sicher abgewehrt werden können. Jedes einzelne System kann dazu vier mal vier Kilometer abdecken, um das Areal drohnenfrei zu halten.

Verteidigungsministerium deutet mögliche Großbestellung an

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte in Berlin zwar keine genauen Zahlen zum Skyranger-Kauf, sagte aber, dass man in Verhandlungen ist, um aufzurüsten. Ein Prototyp des Systems Skyranger ist demnach derzeit auch schon in der Erprobung. Diese laufe noch bis Jahresende. Es seien bereits 19 Systeme bestellt. Und wenn sich die Erprobung als Erfolg erweist, wird nachbestellt, wie bereits angekündigt wurde. Und ein Rheinmetall-Sprecher teilte auf Anfrage nur allgemein mit, dass man sich aufgrund des hohen Interesses mehrerer Länder am Skyranger auf eine signifikante Produktionssteigerung einstellt. Als Richtgröße sind derzeit mindestens 200 Stück des Drohnenabwehrsystems pro Jahr in Planung. Im Zuge der bisher bekannten Bestellung der Bundeswehr von insgesamt 19 Einheiten sollen demnach 2026 zwei weitere Fahrzeuge für die Erprobung ausgeliefert werden. Ab 2027 beginne die Serienlieferung, die bis Mitte 2028 abgeschlossen sein soll.

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