Interview
Vom FEM-Pionier zum Ökosystembauer

Von M. A. Benedikt Hofmann 7 min Lesedauer

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Im Gespräch mit MM Maschinenmarkt-Chefredakteur Benedikt Hofmann blicken Gründer Günter Müller und sein Sohn Christoph Müller, CEO von CADFEM International, zurück auf die Anfänge von CADFEM, erklären den Wandel vom Softwarepartner zum Technologie- und Innovationshaus – und zeigen, warum Themen wie KI, autonome Systeme, urbane digitale Zwillinge und Quantencomputing die Zukunft des Unternehmens entscheidend prägen werden.

Günter Müller hat CADFEM in den 1980er-Jahren gegründet und beschreibt Benedikt Hofmann die Anfangsjahre und den Weg in die Gegenwart.(Bild:  CADFEM / Nadine Wilhelm Fotografie)
Günter Müller hat CADFEM in den 1980er-Jahren gegründet und beschreibt Benedikt Hofmann die Anfangsjahre und den Weg in die Gegenwart.
(Bild: CADFEM / Nadine Wilhelm Fotografie)

MM Maschinenmarkt: Herr Müller, nehmen Sie uns zum Start mit in die Anfänge: Wie ist CADFEM entstanden – und warum ausgerechnet Simulation?

Günter Müller: Ich komme aus dem Stuttgarter Statik- und FEM-Umfeld. In Stuttgart wurden sehr früh Finite-Elemente-Methoden gelehrt und weiterentwickelt, wir hatten enge Drähte nach Berkeley – damals die Heimat aller, die sich ernsthaft mit FEM beschäftigten. Nach Promotion und Stationen an der University of California in Berkeley und beim Supercomputer-Hersteller Control Data habe ich zwischen 1982 und 1985 die Schritte in die Selbstständigkeit gemacht: zuerst als Support- und Projektpartner für die damals noch junge Software Ansys und ihren Erfinder John Swanson, kurz darauf mit einer eigenen GmbH, weil der Softwarehersteller nicht mehr nur Support-Vertreter wollte, sondern echte Distributoren mit Verantwortung für Vertrieb, Schulung und Projekte.