Angel (Island) Dust Aus Lithiumkarbonat wurde erstmals Lithiumhydroxid hergestellt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das kanadische Unternehmen Century Lithium hat es zum ersten Mal geschafft, aus Lithiumkarbonat Lithiumhydroxid zu machen.

Den Batterien gehört die Zukunft, wenn man Experten glauben darf, die den Blick auf Energiespeicher und Antriebsmöglichkeiten der Zukunft richten. Dazu braucht es auf Lithium basierende Materialien. Century Lithium hat zu deren Herstellung jetzt einen Meilenstein erreicht ...(Bild:  Lithiumium)
Den Batterien gehört die Zukunft, wenn man Experten glauben darf, die den Blick auf Energiespeicher und Antriebsmöglichkeiten der Zukunft richten. Dazu braucht es auf Lithium basierende Materialien. Century Lithium hat zu deren Herstellung jetzt einen Meilenstein erreicht ...
(Bild: Lithiumium)

Die bei Century Lithium in Vancouver hergestellten Proben aus Lithiumhydroxid stellen einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen dar, betont Bill Willoughby, President und CEO des Unternehmens. Bis jetzt, heißt es weiter, konzentrierten sich die Bemühungen von Century darauf, Lithiumkarbonat als Endprodukt für Angel Island herzustellen. Angel Island ist nicht nur eine Insel sondern auch ein erfolgreiches Lithiumprojekt in den USA mit Blick auf Batterien. Mit der Herstellung von hochreinem Lithiumhydroxid beweise man nun, dass ein weiteres wichtiges Lithiumprodukt für den heimischen Markt geliefert werden kann.

Century setzt bei Lithiumhydroxid auf zwei Verfahren

Die Lithiumhydroxidproben wurden aus Lithiumkarbonat von hergestellt, das aus der Lagerstätte auf Angel Island gewonnen wurde. Es wurde in der Demonstrationsanlage mit dem innovativen und bald patentierten alkalischen Laugungs- und direkten Lithiumextraktionsverfahren (DLE) behandelt, wie man weiter erfährt. Die Proben wurden vor Ort per Chargenverfahren über eine herkömmliche Kalkumwandlung mit Kalziumhydroxid hergestellt. So entsteht schließlich hochreines Lithiumhydroxid mit einer Reinheit von über 99,5 Prozent. Century setzt aber noch auf ein Verfahren zur direkten Lithiumumwandlung (DLC). Damit soll Lithiumhydroxid quasi ohne Umwege aus einer Lithiumchloridlösung hergestellt werden, womit man das Lithiumkarbonat als Zwischenstufe umgehen kann. So würde der Betrieb vereinfacht und der Energiebedarf sowie die Herstellkosten verringert.

Die USA könnten sich von externen Lithiumquellen abnabeln

Angesichts der steigenden Nachfrage nach mobilen und stationären Energiespeichern ist das Projekt von Century Lithium auf Angel Island strategisch günstig positioniert, weil die USA nach einer zuverlässigen heimischen Quelle für kritische Materialien suchen, wie man weiter erfährt. Lithiumkarbonat ist nicht zuletzt ein wichtiger Bestandteil von LFP-Batterien (Lithium-Ferrophosphat), während Lithiumhydroxid für NMC- respektive NCA-Batterien mit hoher Energiedichte benötigt wird. (NMC= Nickel-Mangan-Cobalt; NCA= Lithium-Nickel-Cobalt-Aluminiumoxid). Durch den jetzt erfolgten Nachweis des Potenzials zur Herstellung beider Produkte könne Angel Island möglicherweise in bedeutendem Maße zur Energieunabhängigkeit der USA und einer widerstandsfähigeren Batterielieferkette beitragen.

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