Fronten verhärten sich China stoppt Rohstoffexporte in die USA

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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China verbietet jetzt den Export wichtiger Rohstoffe und Güter mit zivilem und militärischem Zweck in die USA.

Zu den Rohstoffen und Gütern, die China jetzt nicht mehr in die USA exportieren wird, gehört unter anderem das Halbmetall Antimon. China reagiert damit auf gewisse Aktionen der USA, die die Wirtschaft der Chinesen schwächen, wie es heißt.(Bild:  RL)
Zu den Rohstoffen und Gütern, die China jetzt nicht mehr in die USA exportieren wird, gehört unter anderem das Halbmetall Antimon. China reagiert damit auf gewisse Aktionen der USA, die die Wirtschaft der Chinesen schwächen, wie es heißt.
(Bild: RL)

Betroffen vom neuen Exportverbot der Chinesen sind mit sofortiger Wirkung Gallium, Germanium und das Halbmetall Antimon, wie das Handelsministerium in Peking mitteilte. Die Rohstoffe sind wichtig für die Rüstungsindustrie und Chip-Hersteller. China als wichtiges Herkunftsland der Metalle hatte deren Ausfuhr bereits eingeschränkt. Für Graphit würden die Exportkontrollen weiter verschärft. Die Behörde begründete den Schritt damit, dass die USA wirtschaftliche, handelspolitische sowie technische Fragen politisiert und als Waffe eingesetzt haben sollen. Washington wiederum habe aus Gründen der nationalen Sicherheit die Ausfuhr von Produkten nach China ungerechtfertigt eingeschränkt und zahlreiche Unternehmen in Sanktionslisten aufgenommen.

Auf diese US-Aktionen reagiert China nun

Chinas Schritt folgt nicht zuletzt auf die Entscheidung Washingtons, noch härter gegen die chinesische Halbleiterindustrie vorzugehen. Die USA kündigten zuvor zusätzliche Exportkontrollen an, um Chinas Entwicklung zu bremsen. Die neuen Maßnahmen verbieten den Export weiterer Schlüsseltechnologien, wie von Hochleistungsspeichern und Halbleiterwerkzeugen, die von US-Unternehmen oder unter Nutzung amerikanischer Technologien hergestellt werden. Außerdem wurden 140 weitere chinesische Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt, was den Zugang zu US-Technologien in diesem Bereich nahezu unmöglich macht, wie die dpa erfahren hat.

Technologiekonflikt schwelt schon länger

Zuvor hatte es mehrere Runden von Chip-Sanktionen gegen China gegeben, die sukzessive verschärft wurden. Einige Experten weisen darauf hin, dass China aufgrund des US-Vorgehens umso stärker den Aufbau eigener Technologien vorantreibt, um die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern. Der Technologiekonflikt zwischen den USA und China nahm unter der ersten Trump-Regierung Fahrt auf. Damals begann Washington – unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken – chinesische Unternehmen wie Huawei ins Visier zu nehmen. Unter Präsident Joe Biden wurden diese Maßnahmen nicht nur fortgesetzt, sondern sogar ausgeweitet.

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