Übernahmen Chinesische Investoren scharf auf deutsche Unternehmen
Chinesische Unternehmenskäufe haben in Europa einen neuen Höchststand erreicht. Deutschland und Großbritannien sind mit jeweils 25 Transaktionen am attraktivsten. Vor allem deutsche Industrieunternehmen sind im Visier der chinesischen Investoren. Das sind Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY).
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Der Studie zufolge kauften Investoren aus China (inklusive Hongkong) allein im vergangenen Jahr 120 Unternehmen beziehungsweise Unternehmensbeteiligungen in Europa. Damit liegt die Anzahl der M&A-Transaktionen mit einem europäischen Zielland leicht höher als im Vorjahr (119). In den vergangenen zehn Jahren haben chinesische Unternehmen ihre Aktivitäten in Europa Jahr für Jahr ausgeweitet – zum Vergleich: 2004 wurden lediglich 34 Deals in Europa gezählt.
Deutschland und Großbritannien sind laut EY die beliebtesten Investitionsziele chinesischer Investoren: Im vergangenen Jahr kauften Unternehmen aus dem Reich der Mitte jeweils 25 deutsche und britische Firmen. Im Vorjahr hatte Deutschland mit 26 Transaktionen noch leicht die Nase vorn gehabt, in Großbritannien wurden 2012 insgesamt 23 Deals gezählt. Erst mit großem Abstand folgten 2013 Frankreich (15) sowie Italien und Schweden (jeweils 7) als Zielländer.
China zweitgrößter außereuropäischer Investor in Deutschland
Chinesische Unternehmen waren im vergangenen Jahr der sechstgrößte Investor in Deutschland und der zweitgrößte außereuropäische Investor – hinter den USA, die sich mit 92 Transaktionen in Deutschland bei weitem am stärksten engagiert haben.
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