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Das Interesse chinesischer Unternehmen an Europa ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen – trotz der Finanzkrise und der europäischen Schulden- und Konjunkturkrise. 2004 wurden europaweit gerade einmal 34 Transaktionen von chinesischen Unternehmen gezählt – bei sieben davon waren deutsche Firmen das Übernahmeziel. Im Vorkrisenjahr 2007 führten chinesische Investoren insgesamt 51 M&A-Transaktionen in Europa durch (5 davon in Deutschland). Seitdem hat sich die Zahl der Deals in Europa mehr als verdoppelt – in Deutschland sogar verfünffacht.
Chinesen wollen sich verstärkt als Innovatoren positionieren
Yi Sun, Partnerin bei EY Deutschland und Leiterin der China Business Services Deutschland, Österreich und Schweiz, sieht vor allem zwei Gründe für das deutlich gestiegene Interesse chinesischer Unternehmen an Europa: „Die Werkbank der Welt zu sein genügt den chinesischen Unternehmen schon lange nicht mehr. Sie wollen selber im Ausland expandieren und sich neue Märkte erschließen. Zudem verfolgen sie das Ziel, sich verstärkt als Innovatoren zu positionieren – und benötigen dazu den Zugriff auf europäisches Know-how.“
Investoren aus Fernost schätzen Industrieunternehmen
Entsprechend zielen die meisten M&A-Deals chinesischer Unternehmen auf die europäische Industrie (24) beziehungsweise auf die Automobilindustrie (13). Weitere Schwerpunkte liegen auf der Konsumgüterindustrie (21) und der Immobilienbranche (10).
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