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Teilereinigung

CKW-Reinigung sorgt für Ölfreiheit beim Tiefziehen komplexer Teile

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Die Anlage ist in der Grundversion als Rahmenbau in Blockbauweise mit Arbeitskammer, Reinigungsbädern, Trocknungs- und Destillationstechnik, Schaltschrank und Bodenwanne konzipiert. Arbeitskammer und Behälter stehen permanent unter Vakuum. Dadurch können alle Reinigungs- und Destillationsprozesse bei niedrigen Temperaturen arbeiten. Das schont das Reinigungsmedium, aber auch die Teile, die sich wie die Filtrationsrückstände emissionsfrei trocknen lassen. In dieser vollständig gekapselten Anlage wird das Vakuum ständig überwacht. Somit ist sichergestellt, dass mögliche Leckagen sofort registriert und gemeldet würden.

Wirtschaftlichkeit hängt vom Destillationsaggregat ab

Wesentlich für das wirtschaftliche und qualitative Ergebnis ist das Destillationsaggregat. Es beeinflusst im hohen Maße die Anlagenleistung. So wird die ins Lösemittel eingebrachte Schmutzfracht in einem Destillationsverfahren vom PER getrennt. Jede Woche sind das bei Mark etwa 300 l Öl, die aus der Anlage geholt und direkt der Entsorgung zugeführt werden. Das Ergebnis ist ein gleichbleibend sauberes Reinigungsmedium. Das sorge für saubere Bäder und kurze Taktzeiten. Vor der Destillation strömt das von den Teilen ablaufende Medium direkt durch die beiden Doppelfilter. Ist das Lösemittel vollständig gereinigt, gelangt es in den Vorratstank. Von dort wird die Arbeitskammer mit PER versorgt.

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Am Ende verlassen trockene, ölfreie Teile die Anlage. Auch Ölkohle, die vielfach auf den Tiefziehteilen haftet, wird entfernt. Verantwortlich dafür ist die Ultraschalltechnik. Sie erhöht die Reinigungswirkung der Bäder. Aufgrund der in der Steuerung „hinterlegten“ Programmstruktur, die frei wählbare Chargenbewegungen zulässt, kann die Anlage der jeweiligen Aufgabe angepasst werden. Bei Mark hat man sich für die Bar-Code-Technik entschieden. Mit Hilfe eines Laser-Scanners wird die jeweilige Charge von der Anlagensteuerung identifiziert und das entsprechende Programm aufgerufen.

Beschicken und Entladen erledigt ein Roboter

Die Reinigung erfolgt automatisch – inklusive des Beschickens und Entladens. Das erledigt ein Roboter, der zwischen den beiden Anlagen steht. Zuvor wurde das Aufgeben und Abnehmen der Chargen in Körben mit Abmessungen von 670 mm x 375 mm x 300 mm oder 480 mm x 375 mm x 300 mm von Hand vorgenommen. Seit der Inbetriebnahme des Roboters und der Zweit-Anlage sind auch diese Schritte automatisiert. Seitdem belädt der Roboter die Anlage V2 mit Körben, die Tiefziehteile aus Kohlenstoffstählen enthalten. Die Anlage V4 ist dagegen ausschließlich für Chargen aus Edelstahlteilen vorgesehen (Bild 7).

Auf diese Weise wird verhindert, dass sich kleinste Partikel aus konventionellen Legierungen auf Edelstahlteilen absetzen können. Denn nicht nur Schmieröl ist bei der Montage der Teile in Automobil- oder Zulieferwerken störend, sondern auch Partikelverschmutzung. So wird für Airbag- und ABS-Teile die Sauberkeitsklasse 4 verlangt. Das heißt: Feststoffpartikel dürfen nicht größer als 25 µm sein. Mit der Reinigungszelle aus den Anlagen V2 und V4 von Pero sowie der kompletten Automation der SPS-Technik Ges.m.b.H., St. Valentin bei Linz, sind das am besten gewährleistet.

Norbert Schmidt ist freier Fachjournalist in Großaitingen. Robert Huber ist Vertriebsleiter Deutschland bei der Pero AG in Königsbrunn.

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