Schleifen

CNC-Schleifmaschine fertigt komplexe Gewindeprofile

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Die modulare Bauweise der Maschinenreihe gewährleistet die Spezifizierung von Maschinen als Einzweckmaschinen mit Werkstückbeschickung genauso wie als spezielle, den konkreten Kundenwerkstücken zugeordnete Spezialmaschinen, die durch aufgabenbezogene Steuerungsfunktionen unterstützt werden. Die Ausrüstung der Maschinen mit zwei elektronischen Handrädern erlaubt gleichzeitiges Korrigieren (axial/radial) während des Automatikprozesses, aber auch beim Abrichtprozess die Korrektur von umweltbedingten Temperatureinflüssen. Eine Lösung zum automatischen Justieren in vorbearbeitete Werkstücke wird ebenfalls angeboten.

Abrichter ist direkt auf dem Schwenkteil angeordnet

Der Abrichter ist direkt auf dem Schwenkteil angeordnet. Durch die feste Zuordnung zwischen Abrichter und Schleifscheibe werden beide in den jeweiligen Steigungswinkel gedreht. Das führt zu zeitsparendem Abrichten, weil kein Verstellen des Schwenkteiles erfolgt. Der eingestellte Steigungswinkel wird beibehalten, nur Bewegungen der Achsen U/W sind für den Abrichtprozess erforderlich. Abrichten während des Schleifprozesses mit Diamant-Formrollen ist dadurch möglich.

Auch kontinuierliches Verändern des Steigungswinkels zum Schleifen von Profilen mit progressiver Steigung ist machbar, zum Beispiel zur Herstellung von Extruderschnecken. Optional sind Bombageschleifen (ballig) mit stetiger Zuordnung von Profil und Werkstückkontur sowie der Einsatz eines Ein-Achs-NC-Abrichters zum Crushieren zur Erzeugung von Ein- und Auslauf bei Walzrollen möglich. Eine weitere Option ist das Schleifen breiter Profile (135 mm) für Transporttrommeln mit einem zusätzlichen Abrichtweg (W-Achse). Mit Zusatzgeräten und mit kleinen Schleifkörpern realisiert man Innenschleifen und Hinterschleifen.

Niedrigere Drehzahlen sorgen für geringere Erwärmung und bessere Wuchtgüte

Der große Schleifscheibendurchmesser von 500 mm und die Nutzbarkeit der Schleifscheibe bis zu 300 mm Durchmesser ergibt eine effektive Nutzung des Scheibenmaterials und beeinflusst die Standzeit positiv. Durch die großen Schleifscheiben werden geringere Drehzahlen zur Realisierung praktikabler Schleifgeschwindigkeiten benötigt. Der Vorteil dabei ist die geringere Erwärmung und die bessere Wuchtgüte, in die die Drehzahl im Quadrat eingeht.

Außer dem temperaturgeführten Maschinengestell und dem trägheitsmomentoptimierten Werkstückantrieb sind hohe Genauigkeitsanforderungen nach standardisierten Abnahmebedingungen die Grundlage für exzellente Schleifergebnisse, also höchste Qualitätsanforderungen am Werkstück. Das wird deutlich beim Schleifen von Grenzlehrdornen und -ringen mit Toleranzen von unter 2 µm.

Dr. Hans-Günter Piegert ist Verkaufsleiter der Mikromat GmbH in Dresden.

(ID:283814)