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Einzelne Funktionen von Sinumerik Mdynamics hat das österreichische Unternehmen schon seit einigen Jahren im Einsatz. Dass die Software jetzt im Paket angeboten wird, macht deren Anwendung nicht zuletzt für Endkunden einfacher und übersichtlicher. So ist dem Maschinenbauer zufolge beispielsweise die integrierte Bewegungsführung Advanced Surface hilfreich, um stets das perfekte Verhältnis von Zerspanungsleistung zu Oberflächenqualität und Präzision zu erlangen. Denn die Entwickler von Siemens haben beim letzten Softwarestand nochmal die Look-ahead-Funktion optimiert und einen leistungsstarken Datenkompressor integriert. Damit kann die Maschine beste Ergebnisse erzielen.
Verkabelung zwischen Steuerung und Antrieb wird deutlich reduziert
Damit die Steuerungsbefehle stets reibungslos und exakt umgesetzt werden, verlässt sich Weingärtner auch in puncto Antriebstechnik durchgängig auf Produkte des Automatisierungsausrüsters, wie die digitalen Sinamics-Antriebe. Die daraus resultierenden harmonischen Bewegungen der Achsen wissen Endkunden ebenso zu schätzen wie Johannes Cecon, Leiter Elektrotechnik des Maschinenbauers. Er nennt Pluspunkte bei der Inbetriebnahme, die auf der sogenannten Drive-Cliq-Schnittstelle basieren: „Der Verkabelungsaufwand zwischen den Antrieben und der Steuerung hat sich dadurch deutlich reduziert. Wo wir früher 25 einzelne Verbindungskabel verklemmen mussten, genügen jetzt drei.“ Außerdem werden über Drive-Cliq alle Antriebskomponenten automatisch erkannt. Dadurch entfällt die manuelle Dateneingabe während der Inbetriebnahme, was Vorgänge sicherer und schneller macht.
Von großem Vorteil für Endanwender seien ferner diverse neue Messzyklen, die der Ausrüster ständig weiterentwickelt und der Maschinenbauer stets schnellstmöglich integriert. Als Beispiel nennt Cecon den Cycle 996, einen Zyklus zum Vermessen der Rundachskinematiken: „Temperaturschwankungen oder mechanische Schädigungen könnten im praktischen Betrieb die Prozessgüte unserer hochpräzisen Maschinen negativ beeinträchtigen. Dies lässt sich verhindern, indem die Kinematik der Rundachsvektoren automatisiert überprüft wird. Genau dafür nutzen wir den Cycle 996.“ Dazu wird eine Kalibrierkugel auf den Tisch montiert und in jeweils drei Schwenkpositionen pro Rundachse mit dem Messtaster vermessen. Auf Basis dieser Werte berechnet die Sinumerik die Achsvektoren in dieser Ebene, trägt die Korrekturwerte ein und sorgt für eine digitale Ausrichtung der Rundachsen.
Zum Einrichten ist der übersichtliche Aufbau äußerst hilfreich
Der Cycle 996 steht, wie viele weitere praktische Zyklen und Funktionen, unter der modernen, PC-orientierten Sinumerik-Operate-Benutzeroberfläche zur Verfügung. Die Programme der hochkomplexen Maschinen werden zwar in der Regel an externen CAD/CAM-Systemen geschrieben. Zum Einrichten ist der übersichtliche Aufbau jedoch äußerst hilfreich und ermöglicht ein intuitives Arbeiten. Das ist für die Endanwender nicht zuletzt deshalb wertvoll, weil auch die Steuerung des automatischen Werkzeugwechselsystems samt Knickarmroboter mit der Sinumerik 840D sl funktioniert und keine separate Bedieneinheit notwendig ist.
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