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Zentrale CNC-Bedieneinheit für Maschine und Roboter
Hinter dieser seit 2011 angebotenen Lösung steht die von Siemens und Kuka gemeinsam entwickelte Softwareschnittstelle Run My Robot(RMR) und MX-Automation von Kuka. Klaus Geissler freut sich darüber und erklärt: „Damit verlieren die Zerspanungsspezialisten ihre Scheu im Umgang mit dem für sie ungewohnten Roboter. Denn jetzt ist er sozusagen nur noch eine Komponente des Bearbeitungszentrums, die genauso gesteuert wird wie die vielen anderen Achsen.“ Das gilt für die Bedienung mit dem Terminal ebenso wie mit dem standardmäßig zur Verfügung stehenden Handbedienmodul HT8.
Es ermöglicht seinem Benutzer, ganz nah am Geschehen zu sein, wenn beispielsweise der Roboterarm oder etwaige Maschinenachsen einzulernen (teachen) oder gegebenenfalls freizufahren sind. Damit dabei nichts passieren kann, ist der Roboter ebenso wie alle anderen Maschinenachsen in das Softwaremodul Safety Integrated als „Safe Robot“ eingebunden. Um den betreffenden Bereich zu betreten, müssen befugte Mitarbeiter auf einen Sicherheitsbetrieb umschalten, der maximale Geschwindigkeiten bis 2 m/min ermöglicht. Treten in dieser Einstellung Unregelmäßigkeiten auf, weil der Mitarbeiter zum Beispiel eine Achse blockiert, so sorgt das Sicherheitssystem dafür, dass alle Antriebe spätestens nach 2 mm stehen.
Alternativ zum Werkzeugwechsel via Knickarmroboter können sich Weingärtner-Kunden auch für die früher üblichen Kettenmagazine entscheiden. Klaus Geissler erläutert: „Wenn nicht mehr als rund 80 Werkzeuge gebraucht werden, ist das mit Blick auf die Kostenseite eine durchaus sinnvolle Lösung. Wenn jedoch unklar ist, ob im Laufe des langen Mpmc-Lebens Aufträge eingehen werden, die eine größere Werkzeuganzahl erforderlich machen, rate ich davon ab.“
Werkzeugwechsel von Span zu Span erfolgt in weniger als 10 s
Geissler sieht dafür mehrere Gründe: So sind Kettenmagazine beispielsweise nur sehr aufwendig und teuer erweiterbar, während das Werkzeughauptmagazin des Roboters sich vollkommen unproblematisch vergrößern lässt. Außerdem sind die Werkzeugwechselzeiten mit Kettenmagazinen nicht klar kalkulierbar. Anders bei der Roboterlösung: Dort bestückt der KR60 ein Zwischenmagazin mit sechs Plätzen, von wo aus der Werkzeugwechsel von Span zu Span immer in weniger als 10 s erfolgen kann. MM
* Dipl.-Inf. Michael Strahlberger, M. B. A. (w. h.), ist Mitarbeiter der Siemens AG, Industry Sector, Drive Technologies, Motion Control Systems in 91056 Erlangen
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