Produktionsoptimierung

CO2-Bilanz-Abschätzung mit der Wertstrommethode

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Nach der Konzeption des Soll-Zustandes erfolgen die Bewertung der Maßnahmen sowie deren Priorisierung. Das CO2-bilanzierte Energiewertstrom-Design zeigt den Nutzen der Maßnahmen durch die Veränderung des Produktionsprozesses auf. Demgegenüber muss der Aufwand zur Umsetzung abgeschätzt werden. Die sich daraus ergebende Priorisierung der Maßnahmen mündet in eine Roadmap, die den Änderungsprozess beschreibt. Während der Umsetzung dient die wiederholte Energiewertstrom-Analyse zur Erfolgsmessung und -bewertung.

Zielkonflikte erfordern unternehmerische Entscheidung

Während der gesamten Analyse, Bewertung, Zieldefinition und Umsetzung wird nicht nur auf die hier im Vordergrund stehende Betrachtung der CO2-Belastung fokussiert. Parallel werden alle bekannten Elemente des klassischen Wertstroms zur wirtschaftlichen Optimierung angewendet. Somit erfolgt die Bewertung und Priorisierung des Maßnahmenkataloges, der sowohl Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit als auch Maßnahmen zur wirtschaftlichen Leistungssteigerung enthält, parallel und in Konkurrenz zueinander.

Dabei sind gleichläufige Maßnahmen, die eine Optimierung der Ökonomie und Ökologie bewirken, unkritisch. Unternehmerisches Augenmerk muss auf die Zielkonflikte gelegt werden. Dabei bewirkt eine ökonomische Optimierung eine ökologische Verschlechterung oder umgekehrt.

Es bedarf einer unternehmerischen Entscheidung, die die Positionierung der Produkte am Markt beeinflusst, inwieweit ökonomische und ökologische Ziele verfolgt oder gegenseitig relativiert werden. Der erweiterte Energiewertstrom zeigt diese Konflikte auf und ermöglicht erst die bewusste Entscheidung.

Adäquates Werkzeug für eine nachhaltige Produktion

Zusammenfassend erweist sich der um die Abschätzung der CO2-Bilanzierung erweiterte Energiewertstrom als ein adäquates Planungswerkzeug, um heutigen Anforderungen nach günstigen und nachhaltig hergestellten Produkten gerecht zu werden.

Basierend auf den Lean-Prinzipien wurde der Wertstrom um den Aspekt der Energienutzung in der Produktion zum Energiewertstrom ausgebaut. Da diese einzelne Dimension der Ressourceneffizienz zur Produktionsbewertung zu einseitig ist, wurde der Energiewertstrom um die weiter reichende CO2-Betrachtung erweitert. Dieser CO2-bilanzierende Ressourcenwertstrom zeigt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf und gibt eine Abschätzung zur CO2-Belastung. Auf dieser Basis wird, unterstützt durch Gestaltungsrichtlinien, ein Soll-Zustand der Produktion als strategisches Ziel beschrieben.

Maßnahmen werden abgeleitet und bewertet. Insbesondere die Bewertung erfolgt jetzt sowohl auf Basis der Wirtschaftlichkeit als auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit. Zielkonflikte werden herausgearbeitet. Das Unternehmen erhält die Transparenz über Art und Umfang solcher Zielkonflikte zwischen Ökologie und Ökonomie. Mit gezielter unternehmerischer Positionierung und daraus abgeleiteter Entscheidung können die Zielkonflikte unternehmensspezifisch gelöst werden.

(ID:33596020)