Faserverbundtechnik Composite-Tech-Center von ZF in Schweinfurt eröffnet

Redakteur: Peter Königsreuther

Das in Friedrichshafen angesiedelte Unternehmen ZF eröffnete am 29. Juli 2013 ein Zentrum zur Erforschung und Entwicklung von Faserverbundwerkstoffen, dass allen Bereichen des Konzerns zur Verfügung stehen soll.

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ZF hat am 29. Juli 2013 an seinem Standort in Schweinfurt das ZF Composites Tech Center eröffnet.
ZF hat am 29. Juli 2013 an seinem Standort in Schweinfurt das ZF Composites Tech Center eröffnet.
(Bild: ZF Friedrichshafen)

Auf einer Fläche von mehr als 400 m² wird ZF in der Mainmetropole künftig Produktionsprozesse für die Serienherstellung von Produkten aus Faserverbundwerkstoffen untersuchen und entwickeln. Dieses Know-how, das allen Bereichen des Konzerns zur Verfügung stehen wird, sei eine Voraussetzung für die Serienreife vieler Leichtbaukonzepte, die ZF in den vergangenen Jahren für Pkw und Nutzfahrzeuge vorgestellt habe.

Kernstück des am 19 Juli 2013 eröffneten ZF-Composites Tech Centers, das unter der Verantwortung der Zentralen Forschung und Entwicklung in Friedrichshafen arbeitet, ist eine moderne Presse.

Mit ihr lassen sich Komponenten aus duroplastischen Composites nach dem RTM-Verfahren (Resin Transfer Moulding) herstellen. ZF könne in Schweinfurt künftig komplexe, prototypentaugliche Teile in geringen Stückzahlen produzieren. Für den Aufbau des ZF Composites Tech Centers seit Anfang 2012 hat ZF insgesamt 3,1 Mio. Euro in Maschinen und Anlagen sowie in Gebäude investiert.

Anlagen zur Weiterverarbeitung vervollständigen das Equipment

„Wir haben in den vergangenen Jahren viel Grundlagenwissen und Erfahrung zum Thema Leichtbau aufgebaut und dabei auch verstärkt faserverstärkte Kunststoffe eingesetzt“, sagt Michael Hankel vom ZF-Vorstand und verantwortlich für die Divisionen Pkw-Antriebstechnik, Pkw-Fahrwerktechnik sowie für das Ressort Produktion.

Mit dem ZF Composites Tech Center wolle ZF nun gezielt die Prozesstechnologien für eine Serienfertigung dieser Werkstoffe in den Fokus rücken und das spezielle Know-how konzernweit zur Verfügung stellen. Im ZF Composites Tech Center, das zunächst vier Ingenieure unter der Leitung von Dr. Ignacio Lobo Casanova betreiben, sind neben einer Presse mit Hochdruckinjektionseinheit für verschiedene Harz-Härter-Systeme auch Anlagen zur Weiterverarbeitung installiert, darunter ein Roboter sowie ein Infrarot- und Temperofen.

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