Neuprofilierung Continental wird wieder reiner Reifenhersteller

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der vor der Aufspaltung stehende Autozulieferer und Reifenhersteller Continental trennt sich nun auch noch von seiner Kunststofftechniksparte Contitech, so die dpa.

Jetzt ist es raus! Continental plant den Verkauf der Kunststoffsparte Contitech. Gleichzeitig schrumpf man sich so zu einem reinen Reifenhersteller, der einen Aufstieg in der Weltrangliste im Auge hat.(Bild:  Continental)
Jetzt ist es raus! Continental plant den Verkauf der Kunststoffsparte Contitech. Gleichzeitig schrumpf man sich so zu einem reinen Reifenhersteller, der einen Aufstieg in der Weltrangliste im Auge hat.
(Bild: Continental)

Der Continental-Vorstand hat in einer Grundsatzentscheidung die Verselbstständigung des Unternehmensbereichs Contitech beschlossen, teilt der Konzern mit. Darüber, wie man sich das vorstelle, soll erst später entschieden werden. Nach aktuellem Stand sehe Continental einen Verkauf als wahrscheinlichste Option an. Continental plant bereits die Abspaltung seiner Autozuliefersparte, die als eigenständiges Unternehmen via reinem Spin-off an die Börse kommen soll. Wenn die Aktionäre Ende April zustimmen, soll der Börsengang der Sparte unter neuem Namen im September diesen Jahres erfolgen. Ein möglicher Verkauf von Contitech wird aber erst danach erfolgen, heißt es. Die IG Metall kritisiert das Vorhaben. Die Personalchefin Ariane Reinhart verlässt Conti im Juni.

Continental will auf Platz drei der Reifenhersteller

Vorbehaltlich notwendiger Beschlüsse könnte eine Verselbstständigung im Laufe des Jahres 2026 erfolgen. Einen Spin-off – also eine reine Teilung der Konzernsektionen für die Anleger wie im Fall der Autozuliefersparte – schließe das Unternehmen für den Contitech-Bereich derzeit aus. Das bedeutet, dass mit dem Verkauf der Sparte Geld ins Haus der zukünftigen Rest-Conti kommen soll. Bei Conti selbst soll nach dem Verkauf nur noch das angestammte Reifengeschäft bleiben. Damit werde man wieder ein auf die Reifenherstellung fokussiertes, global agierendes Unternehmen. Das ist aber auch mit einer massiven Schrumpfkur verbunden. Und auf das verbleiben sollende Reifengeschäft entfiel 2024 nur ein Drittel des Konzernumsatzes und 57.000 der insgesamt rund 190.000 Mitarbeiter. Conti-Reifenchef Christian Kötz sieht dafür Chancen, dass man auch ohne Zukäufe vom viert- zum drittgrößten Reifenanbieter weltweit aufsteigen kann. Zukäufe seien aber nicht ganz vom Tisch. Wer es nicht weiß: Die Conti-Story begann 1871 mit der Herstellung von Pferdeschuhen und Fahrradreifen.

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