Damit es runder läuft Continental wird nun tatsächlich zum reinen Reifenhersteller

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Continental wird künftig nur noch Reifen herstellen! Während die Autosparte (Aumovio) im September an die Börse geht, ist nun auch die Trennung von der Kunststofftechnik-Sparte Contitech besiegelt.

Alles soll besser werden! Es tut sich was im Continental-Konzern. Denn nun ist raus, dass Conti wirklich nur noch Reifen herstellen will. Erfahren Sie hier auch, was außerdem mit Contitech und der Autozuliersparte Aumovio demnächst passieren soll ...(Bild:  Continental)
Alles soll besser werden! Es tut sich was im Continental-Konzern. Denn nun ist raus, dass Conti wirklich nur noch Reifen herstellen will. Erfahren Sie hier auch, was außerdem mit Contitech und der Autozuliersparte Aumovio demnächst passieren soll ...
(Bild: Continental)

Als herauskam, was Continental vorhat, schwankte die Aktie zwischen Gewinnen und Verlusten, heißt es. Den Aktionären winke zwar eine Sonderdividende und weitere Aktienrückkäufe, doch das Management um Konzernchef Nicolai Setzer senkte wegen der US-Zölle gleich mal die Jahresziele. Er sorgte damit zum Kapitalmarkttag am Dienstag zumindest kurzzeitig für einen Stimmungsdämpfer. Am frühen Nachmittag notierte das Papier zuletzt rund 0,9 Prozent tiefer. Zeitweise war es um über zwei Prozent abgerutscht, aber auch um fast drei Prozent nach oben geklettert. Auf Jahressicht stehe aber immer noch ein Plus von gut 13 Prozent zu Buche.

Continental drosselt seine Erwartungen

Für das nach der Abspaltung des Autozulieferbereichs verbleibende Reifen- und Industriegeschäft erwartet der Dax-Konzern nun noch eine Umsatzrendite von 10 bis 11 Prozent, also einen halben Prozentpunkt weniger als bisher angepeilt. Beim Umsatz gehe Conti für die beiden Sparten zusammen dagegen weiterhin von 19,5 bis 21 Milliarden Euro aus. Der Grund für die Anpassung seien vor allem die Zölle in den USA und der gestiegene Euro-Kurs, der das Geschäft im Ausland erschwere. Als Reaktion prüft der vor der Aufspaltung stehende Autozulieferer und Reifenhersteller nun auch einen Ausbau der Produktion in den bestehenden drei US-Reifenwerken. „Wir werden so viel lokalisieren, wie wir können“, macht Setzer in diesem Zusammenhang klar. Die bestehenden Werke sollen weiter hochgefahren werden. Die Möglichkeiten seien aber begrenzt und ließen sich nicht schnell umsetzen. Weitere Standorte sind derzeit nicht geplant, so Setzer. Nachdem die Autosparte lange Zeit rote Zahlen schrieb, soll das alleinige Reifengeschäft den Niedersachsen künftig mehr Stabilität geben.

Langfristig ist Conti vom Erfolg überzeugt

Auf Sicht von drei bis fünf Jahren sieht das Continental-Management für die Gruppe ein Umsatzpotenzial von 19,5 bis 22 Milliarden Euro für den nach den bevorstehenden Abspaltungen verbleibenden Konzern. Im vergangenen Jahr habe der entsprechende Erlös des Restkonzerns bei 18,3 Milliarden Euro gelegen. Damit zeige sich das Management mittelfristig aber weniger zuversichtlich als noch zum letzten Kapitalmarkttag vor zwei Jahren. Langfristig sei man aber vom Erfolg überzeugt. Das vor der Abspaltung stehende Autozuliefergeschäft Aumovio peile unterdessen für die nächsten zwei bis drei Jahren einen Umsatz von 20 bis 22 Milliarden Euro an. Im letzten Jahr 2024 hatte man 19,6 Milliarden Euro erzielt. Langfristig will man aber die 24-Milliarden-Hürde nehmen.

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