Verbandsspitze neu gewählt Daniel Hager ist neuer ZVEI-Präsident

Quelle: Pressemitteilung ZVEI 3 min Lesedauer

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Am 20. Mai wurde Daniel Hager vom ZVEI-Vorstand für drei Jahre zum Präsidenten gewählt. Er will seinen Fokus auf Leistung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit legen.

Der neue ZVEI-Präsidenten Daniel Hager: Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hager Group und seit 15 Jahren im ZVEI aktiv.(Bild:  ZVEI/Alexander Grüber)
Der neue ZVEI-Präsidenten Daniel Hager: Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hager Group und seit 15 Jahren im ZVEI aktiv.
(Bild: ZVEI/Alexander Grüber)

Der neue ZVEI-Präsident Daniel Hager betonte nach seiner Wahl: „Die Digital- und Elektroindustrie ist eine der tragenden wirtschaftlichen Säulen unseres Landes.“ In seiner Eröffnungsrede zum Auftakt des eSummit in Berlin am 20. Mai erklärte er, die hohe Bedeutung dieser Branche für technologischen Fortschritt und gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland im politischen Dialog noch stärker verankern zu wollen. Bundeskanzler Merz forderte er auf, den politischen Stillstand zu überwinden und überfällige Reformen bei Rente, Arbeitszeit und Sozialkosten einzuleiten. Hager: „Wir müssen wieder stärker darauf schauen, was unseren Standort wirklich trägt: Leistung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.”

Umso mehr, weil Deutschland und Europa vor großen Herausforderungen bei Transformationen stehen, so Hager. Das gelte etwa für die Entwicklung und die Nutzung künstlicher Intelligenz: Während die USA und China Tempo machten, diskutiere man bei uns Regeln, die Innovation ausbremsen. „Eine Stärke der deutschen Elektro- und Digitalindustrie liegt in der Entwicklung von KI für industrielle Anwendungen – für Roboter, Prozessindustrie, Stromnetze oder Gebäude und vieles mehr. Um sie auszuspielen, brauchen wir mehr Gestaltungsfreiräume.” Jede Regulierung müsse sich an einer einfachen Frage messen lassen: Hilft sie der Industrie und Wirtschaft – oder steht sie Innovation im Wege? Der jüngst im Trilog gefundene Kompromiss zum KI-Omnibus sei eine erhebliche Verbesserung, erfasst aber noch nicht alle relevanten Anwendungen: „Auch bei Medizinprodukten gehört Doppelregulierung abgeschafft”, so Hager.

Die industrielle Resilienz in Europa ausbauen

Zudem sei die Resilienz Europas zielgerichtet zu stärken. „In geopolitisch schwierigen Zeiten ist Europa unsere Lebensversicherung. Nur ein starkes Europa hält uns im Spiel, das kaum noch anerkannten Regeln folgt. Wir müssen den Binnenmarkt ausbauen und die EU zu einem Industriebeschleuniger machen, der auf Innovation und unternehmerische Initiative fokussiert und ein faires Wettbewerbsumfeld schafft“, so Hager. Eine besondere Rolle falle dabei technologischer Exzellenz zu, über die Europa verfügen müsse, etwa in der Mikroelektronik. Sie sei eine Schlüsselbranche, die gefördert werden müsse. Einer neuen ZVEI-Studie zufolge verdoppelt sich der Halbleiterbedarf in Europa bis 2040. „Auf die steigenden Bedarfe muss Europa schnell reagieren und sein Mikroelektronik-Ökosystem stärken”, fordert Hager. „Bei Schlüsseltechnologien darf Europa nicht in einseitige Abhängigkeiten rutschen.”

Abhängigkeiten seien auch auf der Energieseite abzubauen. „Die Zukunft ist elektrisch – egal ob im Auto oder im Gebäude“, zeigt sich Hager überzeugt. Die Bürgerinnen und Bürger sehen das ähnlich. ZVEI-Umfragen belegen, dass die Attraktivität von elektrischer Mobilität und elektrischer Wärme eng mit dem Strompreis korreliert. Aus Sicht des ZVEI führt kein Weg daran vorbei, die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß zu senken wie im Koalitionsvertrag angekündigt und von der EU-Kommission aufgefordert.

Großes Engagement im ZVEI über viele Jahre

Der 54-jährige Daniel Hager ist seit 15 Jahren im ZVEI aktiv. Er war unter anderem Vorsitzender des Fachverbands Elektroinstallationssysteme und Vorsitzender der Plattform Gebäude. Hager ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hager Group.

Als Vizepräsidenten wurden neugewählt: Dr. Peter Körte (Siemens), Dr. Frank Meyer (Bosch), Dr. Peter Weckesser (Schneider Electric). Dem Engeren Vorstand gehören an: Dr. Markus Bergholz (Kostal), Christian O. Erbe (Erbe Elektromedizin), Philip W. Harting (Harting), Tim Holt (Siemens Energy), Ulrich Leidecker (Phoenix Contact), Philipp Steinberger (Wöhner), Andreas Urschitz (Infineon).

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