Aus für 35-Stunden-Woche? Autoexperte fordert Ende der Tarifautonomie für einige Jahre

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Der Branchenkenner Ferdinand Dudenhöffer fordert angesichts der Krise der deutschen Autoindustrie für Volkswagen eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche – ohne Lohnausgleich ...

Länger ohne Mehr! Der Autobranchenexperte Ferdinand Dudenhöffer ist angesichts der Lage bei Volkswagen dafür, dass für einige Jahre die 35-Stunden-Woche ad acta gelegt werden sollte, damit Erholung kommen kann ...(Bild:  Volkswagen)
Länger ohne Mehr! Der Autobranchenexperte Ferdinand Dudenhöffer ist angesichts der Lage bei Volkswagen dafür, dass für einige Jahre die 35-Stunden-Woche ad acta gelegt werden sollte, damit Erholung kommen kann ...
(Bild: Volkswagen)

Ferdinand Dudenhöffer ist der Meinung, dass man mit der Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche bei VW das Problem der hohen Produktionskosten zumindest teilweise effektiv bekämpfen kann. Dudenhöffer leitet im Übrigen das private Institut Center Automotive Research (CAR). Der Experte wörtlich im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Schmeißen wir die Tarifautonomie für ein paar Jahre einfach weg!“ Gleichzeitig forderte er Politik, Gewerkschaften und Unternehmen zu gemeinsamen Gesprächen auf. Die Mitarbeiter müssten verzichten, denn Deutschland habe sich demnach zu viel Wohlstand geleistet, während der internationale Wettbewerb stärker geworden sei. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten sieht der Ökonom aber auch Chancen für die deutschen Autobauer. Er meint etwa, dass in fünf bis sieben Jahren es einen dann einen Aufschwung geben wird.

Es werden harte Zeiten bis zum Automobil-Aufschwung

Die Zeit davor werde aber kein Zuckerschlecken und man müsse sich auch wahnsinnig anstrengen. Den oft geäußerten Vorwurf, die Autohersteller in Deutschland hätten die Elektromobilität verschlafen, wies der Autoexperte entschieden zurück: „VW war nicht zuletzt der erste europäische Hersteller, der in ein reines E-Auto-Werk investiert hat!“ Auch zeige etwa die VW-Tochter Skoda, dass man fortschrittliche, wettbewerbsfähige Fahrzeuge bauen könne. „Skoda kann's doch! Also ist der Generalverdacht, die Autobauer hätten etwas verpennt, falsch“, führt Dudenhöffer dabei weiter aus. Kritisch bewertete er aber die fehlenden konkreten Ergebnisse der jüngsten VW-Aufsichtsratssitzung, bei der es keine Informationen zu den Gerüchten über mehrere mögliche Werksschließungen bei VW gab: „Die Unsicherheit bleibt, was nicht gut ist für Kunden, Mitarbeiter und Kapitalgeber“, so sein Kommentar.

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