Strategie Das haben langlebige Unternehmen gemeinsam

Quelle: Pressemitteilung

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Langlebige Konzerne haben zwei Dinge gemeinsam. Welche das sind, hat eine aktuelle volkswirtschaftliche Studie der Universität Bamberg herausgefunden.

Konzerne wie Siemens oder VW, die über Jahrzehnte erfolgreich bestehen, haben laut Bamberger Forschern zwei Gemeinsamkeiten. (Bild:  Siemens AG)
Konzerne wie Siemens oder VW, die über Jahrzehnte erfolgreich bestehen, haben laut Bamberger Forschern zwei Gemeinsamkeiten.
(Bild: Siemens AG)

Wie lange ein Unternehmen existieren wird, lässt sich nicht einfach anhand einer Kennzahl voraussagen. Kennzahlen können jedoch einen Anhaltspunkt für Wahrscheinlichkeiten liefern. In diesem Zusammenhang haben Forscher der Universität Bamberg jetzt eine Entdeckung gemacht: Es gibt zwei Kriterien, die langlebige Unternehmen gemeinsam haben.

  • 1. Sie erwirtschaften eine langfristige Gesamtkapitalrendite von durchschnittlich etwa neun Prozent.
  • 2. Sie überschreiten dabei ihre Profitabilität in der Schwankungsbreite langfristig nicht mehr als sechs Prozent pro Jahr.

Dies gilt den Forschern zufolge für alle Branchen außer dem Bankenwesen.

Die Kapitalrendite ist eine Kennzahl, die aussagt, wie effizient ein Unternehmen sein Kapital einsetzt, um Gewinn zu erzielen. Das heißt zum Beispiel: Eine Firma, der 100 Millionen Euro Kapital zur Verfügung stehen und die damit 9 Millionen Euro Gewinn pro Jahr erzielt, erwirtschaftet eine Kapitalrendite von neun Prozent.

Die zweite entscheidende Kennzahl ist die Schwankungsbreite. Sie besagt, wie stark die Kapitalrendite eines Unternehmens schwankt. Überschreitet sie langfristig sechs Prozent im Jahr nicht, scheint dies bei entsprechender Kapitalrendite von neun Prozent ausreichend zu sein, um langfristig am Markt zu bestehen.

Unterschiede zwischen deutschen und US-amerikanischen Unternehmen

Untersucht hat das Forscherteam in seiner Studie insgesamt 500 US-Konzerne, die seit mindestens 25 Jahren bestehen. „Mittlerweile haben wir auch erste Zahlen aus Deutschland, Frankreich und Japan ausgewertet“, merkt jedoch Studienleiter Prof. Dr. Mishael Milaković an.

Auffällig: Die Zahlen fallen deutlich niedriger aus. So liegen in Deutschland die Kapitalrendite und deren Schwankungsbreite bei langlebigen Konzernen wie VW, Siemens oder Bayer circa ein Drittel unter denen in den USA. In Japan liegen sie sogar unter der Hälfte der US-Werte.

Die Folgerung der Forscher: Langlebige deutsche oder japanische Konzerne können es sich zwar erlauben, langfristig eine geringere Kapitalrendite zu erwirtschaften. Dafür dürfen sie sich in ihren Ausschlägen aber nur eine geringere Schwankungsbreite als US-Konzerne leisten. Warum die Durchschnittswerte in diesen drei Ländern geringer sind, ist allerdings noch nicht erforscht.

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