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Das sind die neuesten Highlights bei Thyssenkrupp Steel

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Die Thyssenkrupp-Stahlinnovationen der letzten Zeit

Bleiben wir doch gleich bei der Kfz-Industrie, denn Vordersitze und Rücksitzbänke in Fahrzeugen müssen heute höchsten Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Bauraum, Leichtbau, Sicherheit und Komfort gerecht werden, wie Thyssenkrupp Steel auf der Euroblech in Stuttgart klargemacht hat. Mit seinem für die Automobilindustrie maßgeschneiderten Portfolio für wirtschaftliche Leichtbau-Sitzstrukturen aus Stahl kann der Konzern diesen Bedarf voll bedienen. Das Portfolio reicht von hochduktilem, eng toleriertem Warm- und Mittelband bis hin zu kaltgewalzten, hochfesten Mehrphasenstählen mit sehr guten Umform- und Fügeeigenschaften. Neu im Programm sind außerdem unbeschichtete Dual- und Complexphasenstähle mit Festigkeiten von 800 sowie 1.000 Megapascal (MPa).

Welcher Stahl hält welchem Crashfall stand?

Die Vordersitzlehne wird beim Heckcrash durch den Passagier, bei einem Frontalcrash durch die Ladung belastet, erklärt Thyssenkrupp Steel. Dementsprechend sind für Lehnenseitenteil, Unterbau-Seitenteil und Sitzschale unterschiedliche Crashlastfälle zu berücksichtigen. Besonders geeignet sei dafür der hochfeste Dualphasen-Stahl DP-K 440Y780T HHE mit guten Tiefzieh- und Dehneigenschaften. Mit rund 800 Megapascal ist dieser kaltgewalzte Dualphasenstahl nicht nur hochfest, sondern auch gut umformbar. Seine Güte überzeuge mit einer hohen Kaltverfestigung. Er nimmt deshalb im Crashfall deutlich mehr Energie auf als doe üblichen mikrolegierten Stähle, wie die Experten betonen. Deshalb sei er prädestiniert für ein Strukturbauteil mit hoher Crashrelevanz und Umformkomplexität – wie eben das Lehnenseitenteil.

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Eine weitere Produktneuheit für den Bereich der Sitzstrukturen ist der Complexphasenstahl CP-K 780Y980T, der aufgrund seiner hohen Festigkeit und guten Umformeigenschaften die Funktionssicherheit von Sitzschienen steigere. Er hat ein hohes Lochaufweitungsvermögen und lässt sich gut per Rollprofilieren, Biegen und Kanten verarbeiten. Beide Werkstoffe ließen es zu, dass die Materialdicke ohne Einschränkung der Funktion und Sicherheit reduziert werden könne.

Diese Stähle machen Rücksitzbänke sehr stabil

Die Strukturen von Kfz-Rücksitzbänken sind je nach Fahrzeug sehr unterschiedlich, führt Thyssenkrupp Steel weiter aus. Das betrifft also auch ihre Eigenschaften, wie zum Beispiel teilbar oder nicht teilbar. Mikrolegierte Stähle eignen sich nun für anspruchsvolle Umformoperationen wie Bördeln und Sicken, was sehr gut zur Herstellung von Rückenblechen passt, wie es weiter heißt. Beispiele sind die Stähle HC420LA und HC460LA. Und um auch die hohen Crashanforderungen der Rücksitzbank zu erfüllen, werden in die Strukturen Profile und Verstärkungsbleche eingesetzt. Die Stahlsorte Scalur S420MC, ein mikrolegierter Warmbandstahl mit engen Dickentoleranzen von maximal ± 0,05 Millimetern, bietet bei einem sehr flachen Profil nicht nur gute Verarbeitungseigenschaften sonder auch ein hohes Leichtbaupotenzial. Für die Simulation von Umformprozessen und Belastungsfällen im Vorfeld der Fertigung stehen übrigens Materialkarten für ausgewählte warm- und kaltgewalzte Stähle zur Verfügung.

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