Zollgeschehen Das tut sich im Rahmen des Zollkonflikts mit den USA

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Viele Länder – und natürlich auch die dortigen Unternehmen – sehen sich von Donald Trumps Zollwürgegriff wirtschaftlich in die Enge getrieben. Hier ein kleiner Überblick über das Geschehen ...

Die Zölle, mit denen der US-Präsident Donald Trump die Welt in Atem hält, führen zu unterschiedlichen Reaktionen. Unternehmen hoffen, relativ glimpflich davonzukommen, einzelne Länder setzen auf Verhandlungen mit den USA oder anderen Partner. Hier ein Schnappschus ...(Bild:  A. Eppler)
Die Zölle, mit denen der US-Präsident Donald Trump die Welt in Atem hält, führen zu unterschiedlichen Reaktionen. Unternehmen hoffen, relativ glimpflich davonzukommen, einzelne Länder setzen auf Verhandlungen mit den USA oder anderen Partner. Hier ein Schnappschus ...
(Bild: A. Eppler)

BMW war der erste Autokonzern, der vor rund zwei Monaten Konkretes zu den möglichen finanziellen Folgen der bis dahin nur angekündigten US-Importzölle machte. BMW-Konzernchef Oliver Zipse bezifferte die Belastung damals auf rund eine Milliarde Euro. Die Einfuhrzölle gegen Autoimporte aus der EU fielen allerdings seinerzeit noch nicht darunter, weshalb es deutlich schlimmer kommen könnte. Die Prognosebandbreite hatte man wegen Zöllen zuletzt mit fünf bis sieben Prozent schon einen Prozentpunkt niedriger angesetzt, als es ursprünglich in den Plänen gestanden hatte. Bei 10 Prozent US-Einfuhrzoll auf EU-Importe bezifferte BMW die Belastung auf einen weiteren halben Prozentpunkt. Nun gelten aber 25 Prozent Zoll! Das macht rechnerisch also noch mehr als einen ganzen Prozentpunkt, der die Marge nach unten drückt. Man hoffe nun immerhin, dass man auf das Niveau von 2024 kommen werde. Und Rivale Mercedes-Benz hat jüngst geäußert, dass drei Prozentpunkte Marge im Feuer stehen – nahezu die Hälfte des bisher eingeplanten Ergebnisses in der gesamten Pkw-Sparte. Das waren die Prognosen von Unternehmen. Manche Länder gehen proaktiv gegen die Zollbelastungen vor ...

Großbritannien und Indien sind sich einig

Unter dem Belastungsdruck der US-Zölle von Donald Trump haben sich Großbritannien und Indien auf ein weitreichendes Freihandelsabkommen geeinigt. Für die Briten bedeutet die jetzt verkündete Einigung unter anderem deutlich geringere Zölle beim Export von Whisky, Gin und Autos in die einstige britische Kolonie. Premierminister Keir Starmer sprach von einem bahnbrechenden Abkommen. Indien profitiere unter anderem durch geringe Zölle auf Bekleidung. Laut Bericht der BBC belief sich das Handelsvolumen beider Länder im vergangenen Jahr auf 41 Milliarden Pfund. Durch das Abkommen werde mit einer deutlichen Steigerung gerechnet. Die von Trump angekündigten Zölle hatten unter anderem die britische Autoindustrie geschwächt. Und bisher haben sich die Hoffnungen der Briten auf ein eigenes Abkommen mit den USA auch nicht erfüllt.

Verhandlungen auf neutralem Boden

Und zwischen den USA und China sind trotz aller vorherigen Rangeleien die ersten hochrangigen Gespräche angekündigt worden. Finanzminister Scott Bessent wird demnach in die Schweiz reisen und dort auch mit einem führenden Wirtschaftsvertreter der Volksrepublik China zusammentreffen, ließ das US-Finanzministerium jetzt durchblicken. Wer das sein wird, wurde aber nicht verraten. Immerhin haben auch chinesische Medien bestätigt, dass es das Treffen geben wird. Es heißt, dass He Lifeng, der Vize-Ministerpräsident die Reise in die Schweiz antreten wird. Trump hatte sich zuletzt wiederholt widersprüchlich zu der Frage geäußert, ob es zwischen den USA und China Gespräche geben wird. Zunächst hatte er behauptet, es gebe einen Austausch mit Peking. Das chinesische Außenamt dementierte das. Nun scheint sich Trumps Aussage zu bestätigen.

(ID:50410944)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung