Condition Monitoring

Daten aus dem Öl verhindern kostspielige Ausfallzeiten

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Für die Onlineüberwachung von Schmierölen bietet Hydac in Sulzbach/Saar ein breites Produktportfolio mit Sensoren an. Dr. Armin Schmidt, Leiter Filtration Windenergie, Hydac Filtertechnik GmbH, erläutert: „Dazu gibt es die passenden Systeme zur Datenaufzeichnung und -analyse, Anzeigegeräte und Tools wie Treiber und Funktionsbausteine zur einfachen Integration in PC- oder SPS-Systeme, sowie zur Datenübertragung mit GSM- und Ethernet.“

Verschiedene Systeme zur Ölüberwachung

Es werden laut Schmidt portable und fest installierte Geräte unterschieden. Hydac bietet Sensoren für Füllstand, Druck und Temperatur. Als Beispiele für weitere Sensoren nennt Schmidt:

  • den Wassersensor AS1000, der dazu dient, den Wassergehalt im Öl kontinuierlich zu überwachen;
  • den Partikelzähler CS1000, der zur Bestimmung der Ölverschmutzung und zur Überprüfung des Filtersystems bei einer Neukonzeption eingesetzt wird;
  • den Sensor GW für Filter Condition Monitoring. Mit dieser Filterverschmutzungsanzeige können Fehlerzustände des Schmiersystems erkannt werden. Darüber hinaus werden die Wartungsplanung vereinfacht und Betriebszustände ohne Vollstromfiltration mit offenem Filterbypass erkannt. Der Sensor wurde passend für die üblichen Filtergehäuse gestaltet.
  • den Sensor MCS1000, der Verschleißpartikel zur Schadensfrüherkennung zählt. Durch die Bauweise kann der Sensor im Vollstrom der Schmierstoffzufuhr eingesetzt werden.

Condition Monitoring erhöht Betriebssicherheit und senkt Kosten

Für Schmidt liegen die Vorteile des Einsatzes eines Condition-Monitoring-Systems (CMS) in der Erhöhung der Betriebssicherheit, der Reduzierung von Service und Reparaturkosten sowie der Reduzierung der Life Cycle Cost. Außerdem lasse sich mit Condition Monitoring (CM) der Service besser planen, was beispielsweise Filterwechsel betrifft.

Durch eine frühe Erkennung von Schäden könnten ein Bedarf an Austauschkomponenten mit langer Bestelldauer rechtzeitig erkannt und dadurch kostspielige Stillstandszeiten vermieden werden. „Teure Folgeschäden können häufig verhindert werden, sodass die schadensbedingten Gesamtkosten sinken“, so Schmidt.

Längere Einsatzdauer dank Condition Monitoring

Kosteneinsparungen entstehen nach Aussage des Experten auch durch Verlängerung der Einsatzdauer zum Beispiel der Ölfüllung, von Komponenten und von Ersatzteilen wie Filterelementen. Dadurch schone Condition MonitoringRessourcen und Umwelt. Der Wechsel erfolge nicht nach einem festen Zeitintervall, sondern aufgrund der Messwerte des Condition-Monitoring-Systems.

Der Einsatz eines solchen Condition-Monitoring-Systems ist laut Schmidt immer dann sinnvoll, wenn kostspielige Komponenten oder Subsysteme eingesetzt werden, wenn kostspielige Ausfallzeiten zu befürchten sind oder eine exponierte Lage, wie sie etwa in der Windkraftindustrie oft der Fall ist, Wartung und Reparatur erschwert.

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