Condition Monitoring

Daten aus dem Öl verhindern kostspielige Ausfallzeiten

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Für die Verschleißfrüherkennung sei Condition Monitoring generell sinnvoll. „Häufig ist die Installation der Geräte kostengünstiger als ein ungeplanter Maschinenstillstand oder ein verschleißbedingter Ausfall von Komponenten. Die Verfügbarkeit und die Zuverlässigkeit von Anlagen wird erhöht“, sagt er.

Öl auf Grundlage der Analysedaten zum Sprechen bringen

Ein Anbieter von Ölanalysen ist die Oelcheck GmbH. Dipl.-Ing. Rüdiger Krethe, Geschäftsführer der Oildoc GmbH, einer Ausgründung von Oelcheck, beide mit Sitz in Brannenburg, erklärt: „Unsere ‚Öldoktoren‘ bringen das Öl auf der Basis der Analysedaten zum Sprechen.“ Diese Auswertung gibt laut Krethe Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Ist das Öl derart stark gealtert oder sind seine Additive so verbraucht, dass es gewechselt werden muss?
  • Wie stark ist das Öl verunreinigt? Sind durch Verunreinigungen Störungen oder Verschleiß zu erwarten, die zu einem Ölwechsel oder besserer Filterung raten lassen?
  • Zeigen die im Öl enthaltenen Abriebelemente einen für die Betriebsbedingungen üblichen Verschleiß oder sind Anzeichen eines Schadens vorhanden?

Öl-Daten aus dem Laborbericht immer anwendungsbezogen analysieren

Die in einem Laborbericht zusammengefassten mehr als 30 Analysedaten müssen nach Aussage des Experten immer anwendungsbezogen gesehen werden. „Gemeinsames Ziel aller Ölanalysen ist es, Kosten zu sparen“, sagt er. „Ob es nun Kosten sind, die ein nicht notwendiger Ölwechsel verursacht, oder ob eine verkürzte Lebensdauer von Komponenten und Anlagen auf der Basis der Analysenwerte erkannt wird oder ob ein kapitaler Schaden vorhergesehen wird.“

Ölanalysen, die als Trend regelmäßig durchgeführt werden, zeigen laut Krethe die tatsächliche Beanspruchung des Schmierstoffs. So bilden sie die Basis für eine proaktive Handlungsweise, die eine Verfügbarkeit der Maschinen und Anlagen erhöhe. Gleichzeitig tragen Ölwechsel, die aufgrund von Analysen statt von fixen Intervallen erfolgen, zum Umweltschutz bei, weil der Verbrauch nicht nachwachsender Rohstoffe im Sinne des Abfallvermeidungsgesetzes ohne technische Risiken reduziert wird, wie er erklärt.

Analyse für verschiedene Arten von Ölen

„Ob es sich um konventionelle Mineralöle, Syntheseöle, Bioöle, schwerentflammbare oder umweltschonende Hydraulikflüssigkeiten handelt“, so der Experte, „Oelcheck bietet ein maßgeschneidertes Programm für die Untersuchung von Druckflüssigkeiten an.“ Innerhalb von 28 Stunden werden Ölproben auf Verschleiß, Ölzustand und Verunreinigungen untersucht.

„Meist reichen 100 ml Öl aus, um eine Diagnose zu erstellen“, sagt Rüdiger Krethe. Jedoch sollten die Proben mit dem vom Kunden bestellten und vorbezahlten Analysenset nach den Empfehlungen der Öldoktoren entnommen und in der mitgelieferten Versandtasche mit einem gut ausgefüllten Vordruck versandt werden.

Öl-Analyse bis zum nächsten Arbeitstag geliefert

Das Unternehmen berät auch im Vorfeld über den sinnvollen Analysenumfang. Dabei wird zum Beispiel geklärt, welche Untersuchungen nötig sind und wie oft eine Probe entnommen werden sollte. „Gerade bei Druckflüssigkeiten werden oft relativ große Ölfüllungen von mehreren Hundert Litern verwendet. In solchen Fällen macht bereits ein einziges verlängertes Ölwechselintervall eine Ölanalyse, die deutlich weniger als 100 Euro kostet, mehr als bezahlt“, sagt Krethe. Im Vergleich zu Öl- und Filterherstellern, die auch Ölanalysen anbieten, sei Oelcheck sehr schnell. Den Laborbericht für eine Routineanalyse erhalte der Kunde normalerweise am nächsten Arbeitstag.

Wegen der wachsenden Nachfrage nach Aus- und Weiterbildung zum Thema Öl hat Oelcheck diesen Bereich in eine eigenständige Gesellschaft, die Oildoc GmbH, ausgegliedert. Diese bietet Seminare, Beratungen und Fachtagungen an.

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