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Die mechanische Messung des Differenzdrucks hat im Beispielfall gegenüber rein elektronischen Lösungen einen großen Genauigkeitsvorteil. Während manche elektronische Lösung die Differenz aus zwei Einzelmessungen vergleicht und somit insbesondere bei kleinen Behältern große Fehler (>10 %) provoziert, wird nach dem mechanischen Verfahren unabhängig vom Messbereich immer eine Genauigkeit von mindestens 1,0 % gewährleistet.
Permanente GPRS-Verbindung bevorzugt
Der im mechatronischen Cryo-Gauge-Messgerät integrierte Transmitter wandelt durch eine magnetisch-berührungslose Koppelung (Drehwinkelferngeber) die Stellung des Zeigers in ein 4- bis 20-mA-Signal um. Dadurch stimmen die elektronisch übertragenen und die lokal angezeigten Werte immer exakt überein.
Das zweite Modul dient der aus Sicherheitsgründen notwendigen Überwachung des Betriebsdrucks im Tank. Sollte der Druck infolge von Temperaturschwankungen oder anderen externen Einflüssen über einen Maximalwert ansteigen, könnte im schlimmsten Fall überschüssiges Gas – und damit Druck – über ein Sicherheitsventil in die Atmosphäre entweichen.
Um den potenziellen Produktverlust und eine Gefährdung der Tanksicherheit frühzeitig erfassen zu können, wird der Betriebsdruck mit einer mechanischen Anzeige, also per Manometer, und über das 4- bis 20-mA-Signal eines angebauten Drucktransmitters überwacht. Das Manometer ist dabei an einen multifunktionalen Ventilblock montiert, der das Absperren des gesamten Messsystems ermöglicht, beispielsweise bei Instandhaltungsarbeiten am Tank.
Die elektrischen Ausgänge der beiden Messkomponenten bilden den Input für das dritte Modul der Messanordnung, die Einheit zur Datenfernübertragung – das von Wika entwickelte Intellimetry-Modul. Es digitalisiert die analogen Messwerte und überträgt sie per GSM-Technik an ein Online-Datencenter – wahlweise im GPRS- oder SMS-Modus.
Grundsätzlich wird eine permanente GPRS-Verbindung bevorzugt. Das Gerät erkennt anhand der Netzqualität, ob dies möglich ist, und schaltet im Bedarfsfall automatisch auf die stabilste Netzebene, den SMS-Modus, um. Ein eingebauter Datenlogger sammelt und verschlüsselt die Datenpakete vor der Übertragung. Bei Störungen im Netz werden die Daten zwischengespeichert und mit dem nächstmöglichen Routineruf übertragen.
Funkübertragung der Daten erfolgt in kundenspezifischen Intervallen
Zusätzlich zur Funkverbindung verfügt das Gerät über zwei Kabelausgänge, die eine lokale Nutzung der Messwerte ermöglichen. Als mechatronisches System gibt das Messgerät über die fremdenergiefreie Vor-Ort-Anzeige der beiden Druckmesswerte stets noch eine Back-up-Funktion an die Hand.
Die Funkübertragung der Daten erfolgt in kundenspezifischen Intervallen, bei Tankanlagen in der Regel stündlich oder täglich. Dazu kommen weitere Überwachungsfunktionen durch das Intellimetry-Modul. So wird zum Beispiel im Fall eines unerwartet raschen Sinkens des Füllstands durch außerordentlichen Verbrauch oder eine Leckage am Tank sofort eine Warnmeldung ausgelöst. Außerdem teilt das Modul den Abschluss der Befüllung mit.
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