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Messtechnik

Datenfernübertragung optimiert Gasversorgung

| Autor/ Redakteur: Manuel Schwestka / Udo Schnell

Intelligente Füllstandsüberwachung und ein Telemetriemodul zur Übertragung von Messwerten ermöglichen es Lieferanten, die gesamte Logistik bei der Versorgung mit Industriegas zu über- nehmen. Dadurch verändert sich das bisherige Geschäftsmodell.

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Unter kryogenen Umgebungsbedingungen ist das Messen von Füllstand und Betriebsdruck schwierig – es herrschen oft Temperaturen bis -250 °C.
Unter kryogenen Umgebungsbedingungen ist das Messen von Füllstand und Betriebsdruck schwierig – es herrschen oft Temperaturen bis -250 °C.
(Bild: The Linde Group)

Sicherheit ist in industriellen Verfahren ein hohes Gut. Aus diesem Grund erfahren mechatronische Messgeräte eine kontinuierlich starke Nachfrage. Anwender nutzen deren Ausgangssignale zum Beispiel im Leitstand, um alle Mess- ergebnisse eines Prozesses bündeln und auswerten zu können.

Zugleich stehen ihnen als Back-up-Systeme meist fremdenergiefreie Vor-Ort-Anzeigen zur Verfügung. Dadurch können Prozesse oder Messstellen beim Ausfall der Versorgungsspannung sicher überwacht und gegebenenfalls auch manuell geregelt werden.

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Das elektronische Signal eines Druck- oder Temperaturmessgeräts wird im Normalfall über ein Kabel zum Empfänger transportiert. Es kann aber ebenso per Telemetrie gewissermaßen „verschickt“ werden. Die Datenfernübertragung gewinnt vor dem Hintergrund einer kontinuierlich zu steigernden Prozesseffizienz immer mehr an Bedeutung.

Stillstandszeiten mit Telemetrie vermeiden

Produzierende Unternehmen setzen alles dran, ihre Maschinen optimal auszulasten und Stillstandszeiten zu vermeiden. Ein operativ wirkungsvolles Instrument dazu kann das permanente Tracking und Monitoring der relevanten Sensorik und Aktorik im Wertschöpfungsprozess sein. Müssen diese Informationen aus dezentral verteilten Abläufen oder Arealen zusammengeführt werden, ist eine kabellose Fernabfrage, auch Telemetrie genannt, in vielen Fällen die ideale Lösung. Ein Paradebeispiel für die Vorteile des Zusammenspiels von Messtechnik und Telemetrie stellt die Füllstandsmessung von Flüssiggastanks dar. Die in vielen technischen, aber auch medizinischen Anwendungen benötigten Gase wie Argon, Stickstoff, Sauerstoff oder Kohlendioxid werden aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften oft als Kryogene – in tiefkalt verflüssigter Form – in Spezialtanks gelagert. Kryogen kommt vom griechischen Wort Kryos und bedeutet Frost.

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