Spritzgießmaschinen Demag Plastics Group konzentriert sich auf drei Spritzgießmaschinen-Baureihen
Schwaig (jk) – Die Demag Plastics Group wird sich bei Spritzgießmaschinen auf drei Produktlinien fokussieren: die Hydraulikmaschinen Systec, die elektrischen Maschinen Intelect und die hybriden Schnellläufer Elexis S. Das hat Dr.-Ing. Klaus F. Erkes, President & CIO der Demag Plastics Group, auf der Pressekonferenz zur Kunststoffmesse K 2007 bekannt gegeben.
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Mit dieser Fokussierung, die Maschinen bis zu 20 000 kN Schließkraft umfasst, sollen alle Spritzgießanwendungen abgedeckt werden. In wichtigen Anwendungsbereichen wird dazu die Anwendungs- und Systemkompetenz in Clustern zusammengefasst. Das ist bereits im Verpackungsbereich geschehen. Der Automotive-, Elektronik- und medizintechnische Bereich sollen folgen, wobei das reine Spritzgießmaschinengeschäft laut Erkes weiterhin ein Schwerpunkt bleiben wird.
Mehr Modularität bei den einzelnen Spritzgießmaschinen
Zur Anpassung der Maschinen an die jeweilige Anwendung setzt die Demag Plastics Group verstärkt auf Modularität. So wird es für die drei Maschinenreihen mehr Ausbaumöglichkeiten und Ausstattungspakete geben. Die Mehrkomponenten- und Automatisierungstechnik stehen in Zukunft als Option für die drei Maschinenreihen zur Verfügung, wobei die Handhabungstechnik – so Erkes – eine Kernkompetenz der Demag Plastics Group bleibe.
Außerdem wird bei der Reihe Systec der Schließkraftbereich „nach oben“ erweitert. So hat die Demag Plastics Group die Baureihe Systec ab der Kunststoffmesse K 2007 in 13 Baugrößen im Spritzgießmaschinenprogramm: von 250 bis 4200 kN. Baugrößen mit noch größeren Schließkräften sollen folgen. Im Jahr 2009 soll laut Erkes die Erweiterung der Systec-Reihe mit Schließkräften bis 20 000 kN abgeschlossen sein.
Elektrische Maschinenreihe Intelect wurde überarbeitet
Die elektrische Maschinenreihe Intelect wird es ab der K 2007 mit überarbeiteten Baugrößen geben. Wie die Reihe Systec wird auch sie mit der neuen Maschinensteuerung NC5 ausgestattet sein. Außerdem ist eine schnelle Erweiterung um Baugrößen geplant. So werden ab der Messe Baugrößen mit bis zu 4200 kN Schließkraft zur Verfügung stehen.
Bei der Maschinenreihe Elexis S hat die Demag Plastics Group die Möglichkeiten in der Ausstattung erweitert. So ist ab der K 2007 serienmäßig ein aktiver Werkzeugschutz integriert. Außerdem soll sie im nächsten Jahr mit der Maschinensteuerung NC5 ausgestattet werden.
Mehr Zusammenarbeit mit Partnern bei kompletten Fertigungssystemen
Bei der Herstellung kompletter Fertigungssysteme plant die Demag Plastics Group, die Zusammenarbeit mit Formenbauern, Automationsspezialisten, Herstellern von Periphiegeräten und Rohstoffen zu intensivieren. Das werde insbesondere den anwendungs- und systemorientierten Clustern zugute kommen – und sich auf der K 2007 in den Exponaten widerspiegeln.
Spritzgießmaschinen-Produktion in USA wird aufgegeben
Ziel der Demag Plastics Group ist es, bis 2009 für alle wesentlichen Spritzgießanwendungen Maschinen am Weltmarkt anbieten zu können, die auf den Plattformen der Baureihe Systec, Intelect und Elexis S basieren. So wird sich laut Erkes die Anzahl der Plattformen von heute zwölf auf drei reduzieren.
Dies hat die Konsequenz: Es werden Maschinenreihen aufgegeben, insbesondere im US-Produktionswerk Cleveland/Ohio, den man in ein Vertriebs- und Service-Zentrum umwandeln will. In Deutschland wird die Maschinenreihe Multi für das Mehrkomponenten-Spritzgießen aufgegeben.
Großmaschinenreihe Titan wird in China gebaut
Von Schwaig und Wiehe versorgt die Demag Plastics Group dann den Weltmarkt mit Spritzgießmaschinen für Highend- und Spezialanwendungen. Im neuen Werk der chinesischen Tochtergesellschaft werden die Maschinen für Commodity-Anwendungen gebaut. Dort steht die Umstellung der Baureihe Dragon auf die Systec-Maschinenplattform an und der Bau einer elektrischen Reihe auf Intelect-Basis.
Außerdem soll aus Ningbo künftig die heute noch in den USA gebaute Großmaschinenreihe Titan kommen. Mit der Konzentration des Maschinenprogramms sowie des Anwendungs- und System-Know-hows, resümierte Erkes, „haben wir eine klare Strategie für den Weltmarkt“.
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