Insolvenz geplant Den Elektroflugzeugpionier Lilium hat es schwer getroffen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das Münchener Start-up Lilium hat zwar einen Elektroflugtaxi entwickelt, doch nachdem eine staatliche Kreditbürgschaft abgelehnt wurde, stürzte das Unternehmen in die Insolvenz.

Nachdem vor Kurzem staatliche Kreditbürgschaften abgelehnt wurden, wobei vor allem die Grünen ihr Veto einlegten, wie es heißt, scheint der Elektroflugzeugpionier Lillium vor der Insolvenz zu stehen.(Bild:  Lilium)
Nachdem vor Kurzem staatliche Kreditbürgschaften abgelehnt wurden, wobei vor allem die Grünen ihr Veto einlegten, wie es heißt, scheint der Elektroflugzeugpionier Lillium vor der Insolvenz zu stehen.
(Bild: Lilium)

Lilium hat einen Insolvenzantrag angekündigt, wie die dpa erfahren hat. Das Unternehmen hat demnach nicht mehr die notwendigen zusätzlichen Mittel zur Fortsetzung des Geschäfts. Das teilte Lilium gestern der US-Börsenaufsicht mit. Deshalb wird der Vorstand in den nächsten Tagen einen Insolvenzantrag wegen Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit stellen. Man will dabei die Selbstverwaltung beantragen, weil das oft zu einem neuen Investorenprozess führt und die beste Chance für die Gläubiger ist. Noch sei fraglich, ob das Amtsgericht München diesem Wunsch entgegenkomme. Ein Antrag auf eine Kreditbürgschaft des Bundes in Höhe von 50 Millionen Euro hatte die Regierungskoalition in Berlin aber abgelehnt. Vor allem die Grünen waren dagegen.

Mehrere große Geldsummen wären nötig

Lilium hat in den vergangenen Jahren ein elektrisch betriebenes Kleinflugzeug entwickelt. Nach vielen Testflügen war der erste bemannte Flug für das kommende Frühjahr, die erste Auslieferung an Kunden für 2026 geplant. Das Unternehmen unter Leitung des früheren Airbus-Managers Klaus Roewe beschäftigt gut 1.000 Mitarbeiter und hat rund 700 Fest- und Vorbestellungen aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und anderen Ländern. Kunden und Investoren haben in das an der US-Börse Nasdaq gelistete Unternehmen bereits 1,5 Milliarden Euro investiert. Aber das anstehende Zulassungsverfahren und der Aufbau der Produktion hätten weitere große Summen gekostet. Allein im ersten Halbjahr 2024 hat Lilium fast 200 Millionen Euro ausgegeben.

(ID:50216959)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung