Asset Management Den kompletten Lebenszyklus der Anlage im Blick behalten

Autor / Redakteur: Gerd Stalloch und Michael Kaiser / Peter Steinmüller

Informationen zur Betriebs- und Versorgungssicherheit von Anlagen in der Automotive-Branche sind zur Optimierung von Geschäftsprozessen wichtiger denn je. Standardsoftware für das technische Anlagenmanagement stellt diese Daten zur Verfügung.

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Als eine Erweiterung des methodischen Ansatzes des Anlagenmanagements sprechen wir in diesem Text von einem anlagennahen technischen Plant-Asset-Management (PAM). Der Begriff orientiert sich an der Empfehlung NE91 der Namur, der „Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie“ in Leverkusen. Diese Definition bezieht Tätigkeiten und Maßnahmen ein, die dazu dienen, den Wert einer Anlage zu erhalten oder zu steigern und Betriebsabläufe zu optimieren.

Dazu gehören die Betriebsführung, Prozessführung, Verfahrensoptimierung sowie die werterhaltende und möglichst wertsteigernde Instandhaltung. Das betrifft die Optimierung zwischen dem Aufwand für die Instandhaltung und Ertüchtigung der Anlage einerseits und der für die vom Operator geforderte Verfügbarkeit der Anlage andererseits. Anlagenmanagement ist Aufgabe der für den Betrieb insgesamt Verantwortlichen, also der Betriebsbetreuung, -führung und -optimierung.

Neue Informationsplattformen als operative Werkzeuge

Im Folgenden wird beschrieben, wie mit der Standardsoftware für das technische Anlagenmanagement Zedas Asset neue Informationsplattformen für das technische Management entstehen, die als operative Werkzeuge die Geschäftsprozesse in der Fertigungsindustrie nachhaltig optimieren, Die Software berücksichtigt, dass in der Praxis häufig eine Aufgabentrennung zwischen Asset-Owner, -Manager und -Service gegeben ist. Die PAM-Aufgaben im Sinne von Arbeitsstufen umfassen unter anderem Zielvorgaben für das Budget, dessen Aufteilung und das operative Geschäft.

Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung objektiviert die Entscheidungsfindung. Der Asset-Owner legt als Anlageneigentümer die globale Strategieausrichtung fest und gibt das Asset-Management-Budget vor.

Der Asset-Manager nimmt als Anlagenverwalter die integrierte Verantwortung für die Investitions- und Betriebskosten wahr und nutzt hierzu Steuerungsparameter wie etwa Rendite, Auslastung, Zustand und Verfügbarkeit der Anlage. Außerdem ist er Auftraggeber für den Asset-Service, der als Dienstleistungsunternehmen die Verantwortung für das operative Geschäft übernimmt.

PAM-System muss in die Unternehmenssoftware richtig integriert werden

Die Einordnung des PAM-Systems in die Systemlandschaft eines Unternehmens ist eine der wichtigsten Betrachtungen. Hierbei sind die Schnittstellen, insbesondere zur Prozessdatenübermittlung aus dem Prozessleitsystem SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition), sowie der Datenaustausch mit einem Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)System von zentraler Bedeutung. Ebenso entscheidend ist die Kommunikation mit mobilen Geräten zur Datenerfassung, einem GIS (geografischen Informationssystem) bei Netzen und einem Dokumentenmanagementsystem (DMS) – hier ein interaktives DMS – und letztlich die Betrachtung der Prognose.

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