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Wissens- und Entscheidungsbasis für Geschäftsprozesse
Die in einem PAM-System von der Prozessleittechnik übernommenen, durch mobile Erfassungen angereicherten Daten werden weiterverarbeitet und stehen als Informations- und somit Wissens- und Entscheidungsbasis für die Geschäftsprozesse zur Verfügung, insbesondere in den Teilprozessen Qualitätssicherung, Konstruktion und Service.
Damit stellt ein modernes PAM-System neben dem für kommerzielle Transaktionen wichtigen ERP-System eine zusätzliche Wissensbasis dar, um technische Informationen zielgruppenorientiert aufbereitet zur Verfügung zu stellen (siehe Grafik links). Neben den Asset-Ownern, -Managern und -Services sind auch Versicherer, Leasingverwalter sowie Asset-Hersteller und externe Dienstleister über die zentrale Kommunikationsplattform PAM miteinander vernetzt. Es ergeben sich neue Synergien für das gesamte Servicemanagement, die vom Betreiber und dem Service, aber auch vom Anlagenhersteller genutzt werden können.
Analysen der Betriebsweise der Anlagen und Prognosen hinsichtlich deren Betriebsbelastung und Verfügbarkeit stellen wesentliche Informationsquellen dar, um über das PAM hinaus auch den Lifecycle der eingesetzten Anlagen und Maschinen zu verfolgen. PAM-Systeme sind so ein wesentlicher Baustein im gesamten Product-Lifecycle-Management (PLM) der gefertigten Baugruppen.
Optimierungspotenziale in der Fertigung, Qualitätssicherung, im Vertrieb und Service
Bei Fertigungsunternehmen, die neben der Herstellung von Baugruppen auch den zugehörigen Service anbieten, ergeben sich Optimierungspotenziale in den Teilprozessen Fertigung, Qualitätssicherung, Vertrieb und Service (siehe Grafik auf Seite 23). Dabei entstehen folgende Aufgaben:
- Verwalten und Sammeln von Fertigungs-, Qualitätsmanagement- und Baugruppendaten
- Kostenkontrolle und Monitoring zu aktuellen und historischen Maßnahmen,
- Auswertung geeigneter Kennzahlen und Durchführung von Benchmarks,
- Vorausschau zu fälligen Maßnahmen für die Sicherung der Geschäftsprozesse,
- Rationalisierung der Geschäftsprozesse,
- Reduzierung der Betriebskosten/Herstellungskosten.
Durch die Stör- und Schadensanalyse (SSA) und den Erfahrungsrückfluss werden vom Kunden über den Servicemitarbeiter für das Design und die Konstruktion folgende Informationen bereitgestellt:
- Ausfallhäufigkeit von Anlagen, deren Komponenten und Bauteile und Ausfallfolgen beim Kunden,
- Verbesserungsvorschläge der Servicemitarbeiter,
- Änderungswünsche der Kunden.
Die durchgängig einheitliche Weiterverarbeitung von Prozessdaten für die Qualititätssicherung sowie die Darstellung technischer Objekte von der Konstruktion bis zum Service bildet die Basis für ein umfassendes Plant-Asset-Management (PAM). Die Möglichkeit für den Anwender, aus Alarmen oder Zustandsinformationen Aktionen auslösen zu lassen, stellt einen wesentlichen Beitrag des Anlagenmanagements dar.
Erste Ergebnisse zeigen, dass hier großes Interesse, sowohl seitens der Asset-Owner, -User und -Manager, aber auch der Asset-Lieferanten besteht. Sie wollen mit dem Einsatz von PAM-Systemen einen schnellen Return-on-Investment erreichen, da die Vorteile für die verschiedensten Geschäftsbereiche nutzbar sind.
Gerd Stalloch und Michael Kaiser sind Key-Account-Manager beziehungsweise Leiter der Business Unit für Zedas Asset bei der PC-Soft GmbH in 01968 Senftenberg.
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