Supply Chain Management Der Abschied von Excel und Access schafft Freiräume für flexible Produktion

Autor / Redakteur: Gerd Scheuerer / Peter Steinmüller

In Zeiten wachsender globaler Konkurrenz wird es für produzierende Betriebe immer wichtiger, ihre Ressourcen optimal zu nutzen. Trotzdem begnügen sich viele Mittelständler mit einer statischen Produktionsplanung, die auf plötzliche Änderungen nicht ausreichend flexibel reagieren kann. Doch nur mit einer integrierten SCM-Software sind Produktionsengpässe zu vermeiden.

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Seit Beginn des neuen Jahrtausends hat sich die Informationstechnologie in der Fertigungsindustrie stark weiterentwickelt. Über spezielle Planungstools lassen sich heute Optimierungspotenziale ausschöpfen, die zuvor nicht denkbar waren. Insbesondere in der Produktions- und Feinplanung werden diese Verbesserungen spürbar. So lassen sich in den heutigen Supply-Chain-Management-Systemen (SCM) über Planungsalgorithmen automatisch realistische Liefertermine generieren, welche die Materialverfügbarkeit über alle Stücklistenstufen, die Beschaffung und sämtliche Produktionsabschnitte berücksichtigen.

Grundvoraussetzung für diese neuen technischen Möglichkeiten sind integrierte Prozesse. Entlang der Wertschöpfungskette greifen dabei idealerweise alle beteiligten Abteilungen, Lieferanten und Partner auf ein System und eine gemeinsame Datenbasis zu. Und das nicht nur am Unternehmensstandort, sondern weltweit. So ist die Feinplanung eines Auftrages vom Eingang bis zur Auslieferung an den Kunden exakt aufeinander abgestimmt. Hinzu kommt, dass diese Informationen entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses in Echtzeit zur Verfügung stehen und so strategische Entscheidungen zeitnah getroffen werden können.

Logistikkette wenig transparent

In vielen Produktionsbetrieben sieht die Realität jedoch noch anders aus. Eine integrierte Unternehmenssoftware gibt es gerade in mittelständischen Betrieben häufig nicht. Die Produktionsplanung wird hier oftmals mit Excel-Tabellen und Access-Datenbanken organisiert. Weil die verschiedenen Abteilungen nicht auf ein gemeinsames System zurückgreifen, kann es vorkommen, dass Veränderungen zu spät und nicht an alle am Produktionsprozess Beteiligten kommuniziert werden. Insbesondere bei Betrieben mit mehreren Werken ist die Logistikkette oft nur wenig transparent und die Koordination und Integration bei Projektplanung, Fertigung und Produktion unzureichend.

Es gibt keine durchgängige Übersicht über Kundenaufträge, Projekte, Fertigungsaufträge, Bestellungen und die Bestandssituation. In der Produktion ist deshalb häufig nicht klar, welche Bedarfe Kundenaufträge auslösen. Engpass-Situationen entstehen so unvermittelt und können nicht entsprechend eingeplant werden, was wiederum Produktionsausfälle zur Folge hat.

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