Metabo Der Porsche unter den Werkzeugen
„Der Porsche-Multihammer hat das Zeug zum High-Interest-Produkt und wir wollen mit ihm unser Markenimage steigern“, verdeutlichte Metabo-Marketingleiter Peter Hartung die Alleinstellung
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Essen (rk) – Neu erfunden hat Metabo den Bohrhammer nicht, dafür aber Form und Funktion völlig neu definiert. „Die Differenzierung ist im Elektrowerkzeugmarkt sehr wichtig und für uns ein besonderes Ziel“, betonte Dr. Johannes Haupt, Vorstandsvorsitzender der Metabo AG, bei der Präsentation des Porsche-Design-Multihammers P 7911. Das gemeinsam mit der Porsche Design Group entwickelte Werkzeug hat nicht nur einen klangvollen Namen, es fällt vor allem durch sein außergewöhnliches Outfit auf. An erster Stelle sticht der oberhalb des Gehäuses angeordnete Griff in Form eines umlaufenden Bügels ins Auge.
„Damit hängt die Maschine in optimaler Schwerpunktlage direkt unter der Hand des Anwenders und wirkt daher leichter als vergleichbare Geräte“, erklärte Katja Läubin, Teamleiterin Befestigungstechnik. Das 3,2 kg wiegende Modell mit dem edlen Gehäuse aus echtem Karbon und Aluminium bohrt mit 705 W Nennleistung in Beton, Stein, Holz und Stahl. Dabei lassen sich die verschiedenen Funktionen an einem Schalter anwählen: Möglich sind die fünf Einstellungen Hammerbohren, Bohren ohne Schlag im ersten beziehungsweise zweiten Gang, Meißeln und Schrauben.
„Der Porsche-Multihammer hat das Zeug zum High-Interest-Produkt und wir wollen mit ihm unser Markenimage steigern“, verdeutlichte Metabo-Marketingleiter Peter Hartung die Alleinstellung des Werkzeugs. Als Käuferklientel nannte er drei Gruppen: den High-End-Handwerker, den technikverliebten Heimwerker und den Verbraucher mit ausgeprägter Design- und Marken-Affinität, der das Besondere haben wolle. Das Werkzeug wird im November zu einem Preis von 495 Euro in den Handel kommen und laut Hartung sollen noch in diesem Jahr 10 000 bis 12 000 Stück verkauft werden.
Die Bedeutung von Design bei Elektrowerkzeugen ließ Metabo vom Forsa-Institut untersuchen. Die Befragung von rund 1000 Personen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Tschechien fand im vergangenen Juli statt. „Wir wollten wissen, welche Aspekte außer Preis und Funktion beim Kauf von Elektrowerkzeugen noch eine Rolle spielen und ob Design ein wirksames Differenzierungsmerkmal sein kann“, begründete Dr. Haupt.
Die wichtigste Erkenntnis: Im Durchschnitt rund 70% der Befragten sind für ungewöhnlich gestaltete Elektrowerkzeuge grundsätzlich aufgeschlossen. Deutschland (59%) liegt dabei am unteren Ende der Skala und hat insgesamt in Sachen Designorientierung, etwa im Vergleich zu Großbritannien (73%) und Spanien (72%), einen teils erheblichen Nachholbedarf. Unter den Design-Kriterien hat das Zusammenspiel von Form und Funktion die höchste Priorität. „Gutes Design hat daher auch viel mit Qualität und einer verbesserten Funktionalität zu tun“, fasste Haupt zusammen.
Beim Blick auf die Geschäftszahlen sieht sich Metabo voll im Plan. Nach einem Umsatzplus von 1,5% im vergangenen Jahr kämen jetzt die Auftriebskräfte zur Geltung. „Für 2006 rechnen wir mit einem wachsenden Gruppenumsatz um etwa 4% auf 385 Mio. Euro“, prognostizierte der Metabo-Chef. Der Exportanteil liege dabei stabil bei etwa 80%. „Dennoch erwirtschaften wir nach wie vor über 80% des Umsatzes mit in Deutschland gefertigten Produkten.“ Einen starken Fokus legt Metabo auf Akkuwerkzeuge.
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