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Viele Serviceroboter dienen derzeit noch als Versuchskaninchen
Ähnliches gilt für viele von Expert-Days-Veranstalter Schunk fabrizierte Leichtbauarme. Mehr als 1300 Exemplare sind nach Aussagen von Dr. Roko Tschakarow, Direktor des Geschäftsbereichs Mobile Greifersysteme, im Einsatz, davon rund 80 % in der Forschung.
Immerhin 250 Powerball-Arme haben den Weg in die Industrie gefunden und verrichten dort ihren Dienst in der Prüfautomation, als Helfer in Labors oder in der Exploration. Grundsätzlich haben Leichtbauarme das Zeug, der Servicerobotik zu größerer Breitenwirkung zu verhelfen. Sie sind flexibel einsetzbar, kompakt gebaut und dank hoher Integration von Hard- und Software relativ einfach zu bedienen/programmieren.
Fünffingerhand nach bionischen Gesichtspunkten konstruiert
Und so wartete Schunk bei den Expert Days gleich mit zwei Neuheiten auf: einem Powerball-Leichtbauarm, der mit einem Eigenmasse/Traglast-Verhältnis von 2:1 zu den leistungsdichtesten Leichtbauarmen der Welt gehört, sowie einer Fünffingerhand, mit der Schunk die Entwicklung humanoider Serviceroboter für das häusliche Umfeld vorantreiben will. Schließlich sind die Erwartungen an die Fähigkeiten von Servicerobotern gerade dort besonders hoch: Die Roboter sollen sich intuitiv dem Menschen anpassen, in gewohnter, also menschentypischer Weise kommunizieren und selbst komplexe Greifvorgänge beherrschen. Die Konzeptstudie von Schunk gleicht in Größe, Form, Aussehen und Beweglichkeit ihrem menschlichen Vorbild.
Roboterhand kann menschliche Gesten darstellen
Mithilfe von insgesamt neun Antrieben können ihre fünf Finger unterschiedlichste Greifoperationen ausführen. Zudem lassen sich zahlreiche Gesten darstellen, wodurch eine visuelle Kommunikation zwischen Mensch und Serviceroboter erleichtert und die Akzeptanz für den Einsatz im menschlichen Umfeld erhöht wird. „In Studien zur Mensch-Roboter-Kommunikation können mithilfe der gestikulierenden Hand nun neue Wege beschritten werden, macht die Hand doch erstmals eine realitätsnahe Form der nonverbalen Kommunikation möglich“, weiß Christopher Parlitz, Referent Servicerobotik bei Schunk.
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