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Automatica 2012

Der Roboter entwickelt sich zur intelligenten Servicekraft

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Die Fünffingerhand von Schunk ist fast so talentiert wir ihr natürliches Vorbild und soll der Entwicklung von Servicerobotern für das persönliche Umfeld neue Impulse verleihen.
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Die Fünffingerhand von Schunk ist fast so talentiert wir ihr natürliches Vorbild und soll der Entwicklung von Servicerobotern für das persönliche Umfeld neue Impulse verleihen. (Bild: Schunk)

Roboterhersteller, Zulieferer und Forschungsinstitute zeigen im Rahmen der Innovationsplattform Servicerobotik auf der Automatica 2012 in Live-Shows ihre Neuheiten. Trends in der Servicerobotik sind das „Roboter-Lernen“, Leichtbaukonzepte sowie die Entwicklung von Roboterkonzepten für das häusliche Umfeld.

Träumen Androiden von elektrischen Schafen? Diese Frage, die sich der Science-Fiction-Autor Philip K. Dick bereits 1968 stellte, wird wohl noch eine Weile unbeantwortet bleiben. Denn momentan ist man in der Roboterszene dabei, den Dickschen Androiden – heute würde man von einem humanoiden Serviceroboter sprechen – mit einem gerüttelt Maß an Intelligenz auszustatten, was ihm einen sicheren Umgang mit der menschlichen Spezies erlaubt. Dass man hier in letzter Zeit ein schönes Stück weitergekommen ist, zeigte sich bei den diesjährigen International Expert Days Service Robotics.

Eine Bildergalerie zur Servicerobotik finden Sie hier!

Roboter lernen durch Beobachten des Menschen

Bei dieser zum fünften Mal vom Spann-, Greif- und Robotertechnikspezialisten Schunk organisierten Veranstaltung war ein thematischer Schwerpunkt das „Roboter-Lernen“. Forscher und Praktiker präsentierten an zwei Veranstaltungstagen bemerkenswerte Lösungen – so auch Prof. Rüdiger Dillmann vom Karlsruher Institute of Technology. Er stellte einen Roboter vor, der durch Beobachtung menschliche Aktivitäten lernt und diese „nachahmen“ kann. In der Praxis betätigte sich der Humanoid namens Armar-IV als versierter Küchenhelfer.

Ganz ähnlich gelangt auch PR2 der amerikanischen Hightechschmiede Willow Garage zu Wissen und seiner Sicht der Welt. Neben Machine-Vision-Systemen und ausgefeilter Sensorik sorgt dafür das Open-Source-Roboterbetriebssystem ROS, das bereits die wichtigsten Grundfunktionen mechatronischer Systeme, wie sie in der Servicerobotik zum Einsatz kommen, beinhaltet. Willow-Garage-Gründer Steve Cousins sieht die Haupteinsatzgebiete seines PR2-Roboters im häuslichen Umfeld – sei es als „elektrischer“ Butler oder dienstbarer Geist für Personen mit Handicap. Momentan jedoch dient der PR 2 wie die meisten seiner Kollegen Forschern als Versuchsplattform.

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