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Vom als Klimakiller verdächtigtes Gas zum Polyurethan-Rohstoff
Covestro hat nach eigenen Angaben eine Methode entdeckt, um das Klimagas CO2 für die Synthese von Polyurethan-Komponenten zu nutzen. Unter dem Namen cardyon biete das Unternehmen solche Rohstoffe – so genannte Polyole – für Polyurethan-Weichschaum an und betreibt dafür am Standort Dormagen eine neue Produktionsanlage. In den Produkten sind bis zu 20 % der bisher verwendeten fossilen Rohstoffe durch Kohlendioxid ersetzt, heißt es. Ein spezieller Katalysator verleihe dem neu gewonnenen Molekül die dafür nötige Reaktivität.
Deshalb gibt's auch die PSE Europe:
PSE Europe 2017
Warum sind die Erfolgsschancen einer reinen Polyurethan-Messe so gut?
Polyurethan hilft bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums
Schnell, kostengünstig und nachhaltig Wohnraum zu schaffen ist eine globale Herausforderung. Auf der Suche nach kreativen Lösungen beschreitet Covestro neue Wege, heißt es. Gemeinsam mit Industriepartnern, Regierungen, Behörden und der Gesellschaft entwickele das Unternehmen Modelle für bezahlbaren Wohnraum und betreut konkrete Projekte vor Ort. Ein Beispiel ist ein Multifunktionshaus in Bergisch Gladbach, das von der Stadtverwaltung, dem französischen Fertighaushersteller Logelis und Covestro geplant und errichtet wurde, wie Covestro anmerkt.
Aus viel Wind wird mithilfe von PUR saubere Energie
Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsansatzes entwickelt Covestro Werkstoffe und Technologien für die Erzeugung erneuerbarer Energie, mit einem Fokus auf Windkraft. Insbesondere entwickelte das Unternehmen eine innovative Technologie für die Herstellung von Rotorblättern für Windkraftanlagen. Die Rotorblätter werden in einem speziellen Verfahren aus einem Polyurethanharz und einem Glasfasergewebe hergestellt. Kürzlich erhielt das Unternehmen für das Harz die wichtige DNV GL Zertifizierung für China und darf nun auch dortige Hersteller von Rotorblättern beliefern.
Ein Oldie mit Jungbrunneneffekt
Von diesen Entwicklungen hätte Dr. Otto Bayer natürlich nur träumen können. Aber bereits vor 80 Jahren lebte er die heutigen Unternehmenswerte von Covestro – neugierig, mutig, vielfältig, wie Covestro berichtet. Er verfolgte, heißt es weiter, beharrlich sein Ziel, eine effizientere Kunststoffherstellung zu finden, und entdeckte dabei die Polyurethanchemie, die ihn nicht mehr losließ. Er ließ sich auch nicht beirren, als seine Vorgesetzten kopfschüttelnd die bei Versuchen entstandene blasenhaltige Masse betrachteten und darin „höchstens einen Ersatz für Schweizer Käse“ erkannten. Doch Bayer ließ sich nicht beirren: Mit enormer Kreativität entdeckten er und sein Team immer neue Einsatzmöglichkeiten für das polymere Chamäleon in Sachen Gebrauchseigenschaften.
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