User Experience
Die Kunst im Design, Teil 1 – wie Unternehmen davon profitieren können

Ein Gastbeitrag von Wanja S. Steinmaier und Matthias Nirschl* 6 min Lesedauer

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Design kann mehr als Ästhetik – es ist ein zentraler Bestandteil des Changemanagements. Lesen Sie hier, warum Design im Mittelstand oft unterschätzt wird und wie es helfen kann, Veränderungen effektiver und angenehmer zu gestalten.

Physical User Experience (Physical UX) ist ein entscheidender Aspekt bei der Gestaltung von MMS. (Bild:  ibnu - stock.adobe.com)
Physical User Experience (Physical UX) ist ein entscheidender Aspekt bei der Gestaltung von MMS.
(Bild: ibnu - stock.adobe.com)

Wer glaubt, Design sei Kunst, verspielt sein Potenzial. Und doch trifft man leider gerade in kleineren und mittelständischen deutschen Unternehmen noch allzu oft auf ein Mindset, das Design irgendwo zwischen Kunst und Kunsthandwerk ansiedelt. „Warum muss denn eine Industrieanlage schön sein?“, wird man dann als Designer gerne gefragt. Tatsächlich stehen sich aber Design und Kunst als Pole gegenüber, denn: Design denkt als auftragsbezogene Dienstleistung in Serien, Kunst aber fertigt Originale um ihrer selbst willen. Design schließt stets intelligente Kompromisse, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Kunst dagegen ist kompromisslos. Design richtet sich auf das Machbare aus und muss – im Gegensatz zur Kunst –begreifbar und verständlich sein.

Gutes Design baut auf etablierten Gepflogenheiten, mentalen Modellen und verlässlichen Prozessen auf, Kunst bricht mit ihnen. Deshalb muss Kunst auch nicht schön sein, dem Design aber liegt immer die Ästhetik – die sinnliche Wahrnehmung – zugrunde. Denn die Kerndisziplin von Design ist, die Sinne des Nutzers gezielt und zielorientiert anzusprechen. Hierin liegt also die „Kunst“ im Design. Doch was heißt das und wie können Unternehmen hiervon konkret profitieren?