Lieber abwarten! Viele Automobilzulieferer zögern Investitionen heraus

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die schwache Konjunktur und weltweiten Unsicherheiten veranlassten deutsche Autozulieferer dazu, auf die Investitionsbremse zu treten, meldet die dpa.

Der Autoabsatz in Europa stagniert. Das bekommen automatisch die Zulieferer zu spüren. Eine aktuelle Umfrage in der Branche offenbart, wie schlecht es bei den Autozulieferern mit der Investitionsbereitschaft steht und welche Gründe noch dahinterstecken.(Bild:  Brezinov)
Der Autoabsatz in Europa stagniert. Das bekommen automatisch die Zulieferer zu spüren. Eine aktuelle Umfrage in der Branche offenbart, wie schlecht es bei den Autozulieferern mit der Investitionsbereitschaft steht und welche Gründe noch dahinterstecken.
(Bild: Brezinov)

Laut einer Umfrage des Verbands der Automobilindustrie (VDA) wollen die meisten der Zulieferer (76 Prozent) ursprünglich in Deutschland geplante Investitionen aufschieben, ins Ausland verlagern oder gleich ganz canceln. Im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Umfragen (Februar 2025 und Oktober 2024) ist der Wert nun zum zweiten Mal in Folge angestiegen. Während bei der Umfrage im Februar noch 14 Prozent der Unternehmen geplante Investitionen ganz streichen wollten, sind es in der aktuellen Befragung bereits 20 Prozent. Eine Verlagerung ins Ausland planen aber nur noch 24 Prozent – im Februar waren es fünf Prozent mehr.

Schlechter Absatz in Europa bremst Investitionsbereitschaft

Diese Zahlen sind alarmierend, kommentierte VDA-Präsidentin Hildegard Müller das Ergebnis. Als Grund für die Zurückhaltung nannte sie den sich verschärfenden internationalen Wettbewerb, geopolitische Unsicherheiten, die US-Zollpolitik und schlechte Standortbedingungen in Deutschland. Entsprechend hoch sei nun der politische Handlungsdruck. Für die befragten Unternehmen sind die Auslöser für das negative Investitionsverhalten vor allem die schwachen Absatzerwartungen in Europa (58 Prozent), die hohen Produktionskosten in Deutschland (16 Prozent) und die, wie es heißt, schwierigen Finanzierungsbedingungen (15 Prozent). Rund 69 Prozent der Befragten berichteten außerdem über Zurückhaltung der Hausbanken, wenn es um Kredite geht.

Relativ wenige glauben an eine schnelle Besserung

Für die Studie wurden bis Mitte Mai übrigens 136 Unternehmen des automobilen Mittelstandes befragt – vor allem Zulieferer, sowie auch Hersteller von Anhängern, Aufbauten und Bussen. Rund 42 Prozent von ihnen bewerteten die aktuelle Lage als schlecht. Eine Verbesserung in den kommenden zwölf Monaten erwarten immerhin 31 Prozent, während 26 Prozent von einer weiteren Verschlechterung ausgehen.

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