Jahrhunderttief Der Chemiebranche geht es am schlechtesten von allen

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Rund 2,5 Prozent Produktionsrückgang! Der einzige Industriesektor in Deutschland, der nicht an eine Besserung der Lage in 2026 glaubt, ist die Chemie ...

Die Kamine der deutschen Chemiebranche könnten stärker qualmen. Doch leider gibt es einige Gründe dafür, dass die Auslastung der Produktion ein Jahrhunderttief markiert. Ein Ende sei nicht absehbar. Jobs könnten wegfallen ...(Bild:  Schottenbeck)
Die Kamine der deutschen Chemiebranche könnten stärker qualmen. Doch leider gibt es einige Gründe dafür, dass die Auslastung der Produktion ein Jahrhunderttief markiert. Ein Ende sei nicht absehbar. Jobs könnten wegfallen ...
(Bild: Schottenbeck)

Die deutsche Chemiebranche erwartet auch im kommenden Jahr kein Ende ihrer tiefen Branchenkrise. Dieser Industriezweigt funke quasi SOS. Denn 2025 war erneut sehr schwierig, heißt es allgemein. Und der Blick nach vorn trifft weiterhin auf Düsternis. Konkret kann man sagen, dass die Produktionsanlagen der drittgrößten Industrie in Deutschland nur zu 70 Prozent ausgelastet sind, was einen historischen Tiefpunkt markiert. Die Hälfte der Chemieplayer habe zu wenig Aufträge. Diese seien seit 2021 sowohl das Inland als auch das Ausland betreffend um über 20 Prozent eingeknickt. Die reine Chemie erwartet für nächstes Jahr leider weiteren Rückgang von rund einem Prozent. Vor 2027 glaubt man nicht, dass es besser wird. Und das hänge auch noch von der Entwicklung in der Auto- und Elektroindustrie ab. Zur Konjunkturflaute kommen aber auch noch die hohen Energiepreise in Deutschland und ein Überangebot an Basischemikalien am Weltmarkt, nebst chinesischer Konkurrenz und US-Zollquälerei. Angesichts dieses Bildes, sind auch Jobs bedroht.

Deutsche Chemieunternehmen bauen Stellen ab

Insgesamt fiel die Beschäftigung im deutschen Chemiesektor, wie es weiter heißt, um 0,5 Prozent auf rund 478.000 Mitarbeiter. Bereits angekündigte Anlagenschließungen oder Produktionsverlagerungen dürften zu einem weiteren Jobabbau führen, wie Experten glauben. VCI-Präsident Markus Steilemann fordert deshalb Reformen und mehr Investitionen in Richtung Bildung und Infrastruktur, statt neue Rentenpakete zu schnüren, um Wähler zu ködern. Die Stimmung in der Chemiebranche ist schlecht. Und dem Münchener Ifo-Institut zufolge hat sich das Geschäftsklima im Oktober deutlich eingetrübt. Chemiekonzerne wie BASF, Evonik und Wacker Chemie haben Sparprogramme samt Stellenabbau verkündet. BASF-Chef Markus Kamieth sagte kürzlich dem Handelsblatt, dass die Chemieindustrie wohl ihre schwierigste Zeit seit 25 Jahren durchmachen muss.

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