Beutel bleiben zu Die Wirtschaftskrise bremst Investitionen aus

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Wie das Münchener Ifo-Institut analysiert hat, bleiben nötige Investitionen der Unternehmen aus, weil die wirtschaftliche Lage es nicht zulässt, Geld auszugeben, auch wenn es sinnvoll wäre ...

In der deutschen Industrie bleiben die Schatztruhen mehrheitlich fest verschlossen, wenn es um Investitionen geht. Das geht aus einer aktuellen Befragung des Münchener Ifo-Instituts hervor ...(Bild:  Treasuremaker)
In der deutschen Industrie bleiben die Schatztruhen mehrheitlich fest verschlossen, wenn es um Investitionen geht. Das geht aus einer aktuellen Befragung des Münchener Ifo-Instituts hervor ...
(Bild: Treasuremaker)

Die Wirtschaftskrise schlägt auf die Investitionspläne der Unternehmen durch, heißt es von Ifo-Institut aus München. Der halbjährlich erhobene Index der Investitionserwartungen fiel demnach im November um 11,6 auf minus 9,2 Punkte. Das bedeutet, dass der Anteil der Unternehmen, die ihre Investitionen senken wollen, um 9,2 Prozentpunkte größer ist, als der Anteil derer, die stärker investieren wollen, heißt es erklärend dazu. Der Hintergrund für diesen Trend sei im tiefgreifenden Strukturwandel und in der sinkenden Attraktivität des Standorts Deutschland zu suchen, gepaart mit unsicheren, wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Für nächstes Jahr sind die Unternehmen allerdings etwas weniger zurückhaltend, wie das Ifo-Institut herausgefunden hat. Denn in diesem Zusammenhang liegt der Saldo nur noch bei minus 3,1 Punkten. Die Unternehmen, die also kürzen wollten, sind noch in der Mehrheit, haben aber deutlich abgenommen. Hier könnte es eine Rolle spielen, dass man beim Blick aufs neue Jahr erfahrungsgemäß oft etwas optimistischer eingestellt sei.

Die Chemieindustrie erlebte einen Absturz

Besonders negativ entwickelt sich die Investitionsbereitschaft im laufenden Jahr in der Industrie, denn der Saldo fiel dabei auf minus 17,3 Punkte. Im März hatten mit plus vier Punkten noch jene überwogen, die die Investitionen ausweiten wollten. Besonders schlecht sei die Lage im Fahrzeugbau (jetzt minus 36,7 Punkte). Die Chemiebranche stürzte regelrecht ab: Von plus 21 auf minus 9,4. Für das kommende Jahr ist die Industrie mit minus 6,9 zwar immer noch zurückhaltend, aber, wie oben auch schon erwähnt, bei weitem nicht mehr so pessimistisch wie für 2025. Die Chemie sei die einzige Ausnahme, denn die Aussichten für 2026 sind mit minus 15,8 schlechter als für das zu Ende gehende Jahr. Im Fahrzeugbau sollen die Investitionen mit einem Saldo von minus 1,3 Prozent dagegen nur noch leicht sinken, prognostizieren die Münchener Experten.

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