Außenhandel

Deutsche Exporteure nutzen unerschrocken ihre Chancen

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Neben Asien verweist die GTAI auch auf Afrika als Wachstumsregion. „Afrika ist zu wichtig, als dass die deutsche Wirtschaft den Markt links liegen lassen darf“, verdeutlichte der GTAI-Geschäftsführer. Insbesondere Westafrika sieht der Exportförderer als geschäftsträchtig an.

Deutsche Exporteure dürfen laut GTAI die Märkte in Afrika nicht vernachlässigen

Zwei westafrikanische Staaten haben es in die Top-Exportmärkte 2013 geschafft. So habe das bevölkerungsreiche Nigeria 2012 ein Wirtschaftswachstum von geschätzt 6,6 % erreicht, 2013 seien 6,8 % möglich. Laut Bunse kann das Land bis 2025 Südafrika als größte Volkswirtschaft des Kontinents ablösen.

Ghana seinerseits profitiere von einem hohen Wirtschaftswachstum, einer guten Sicherheitslage, politischer Stabilität und seit 2011 auch von der Ölförderung. Der „afrikanische Löwe“ wolle viel Geld in Infrastruktur, Energieeffizienz und Umwelttechnik investieren. „Probleme in Afrika wie Korruption, Vetternwirtschaft, oder politische Instabilität bleiben“, räumte Bunse allerdings ein. Außerdem seien Wettbewerber aus China, Brasilien, den USA oder Indien in der Region schon sehr aktiv.

Baltische Staaten liegen beim Wirtschaftswachstum in der EU vorn

In Europa will die GTAI das Augenmerk der deutschen Exportunternehmen auf die Baltischen Staaten und Polen lenken. „Mit einem prognostizierten Wachstum des BIP von jeweils über 3 % werden Estland, Lettland und Litauen in diesem Jahr die dynamischsten Märkte innerhalb der EU sein“, sagte der GTAI-Geschäftsführer. Wachstum im Außenhandel und bei den Unternehmensinvestitionen würden insbesondere für den Maschinen- und Anlagenbau Geschäftschancen versprechen. Auch Polen biete ein Wirtschaftswachstum über dem EU-Durchschnitt.

In Amerika sieht die GTAI besonders interessante Märkte in Kanada und Chile. In beiden Ländern seien dreistellige Milliarden-Dollar-Investitionen in Bergbauprojekte geplant. Auch Infrastruktur und Stromnetze sollen ausgebaut werden.

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