Institut der deutschen Wirtschaft

Deutsche Industrie im Würgegriff der Rohstoffverknappung

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3. Weniger kritische Versorgungslage

Lediglich in einer Kategorie als kritisch zu bewerten ist die Versorgung mit Wolfram. Blei, Titan und Zinn kommen im Rating ebenfalls vergleichsweise glimpflich weg, weil sie sich gut recyceln lassen. Die Verwender dieser Stoffe – zum Beispiel Edelstahlerzeuger, Flugzeugbauer und Weißblechhersteller – können deshalb relativ sorglos sein.

Ein spezielles Ergebnis des IW-Rohstoff-Ratings dürfte alle Industriezweige gleichermaßen beruhigen: Die Verfügbarkeit von Erdöl und Erdgas gilt zurzeit als unkritisch, weil relativ viele Länder und Unternehmen als Anbieter auf dem Weltmarkt auftreten.

Freihandel im Rohstoffbereich stärken

Da ein Großteil der bei anderen Rohstoffen drohenden Knappheit der Politik zuzuschreiben ist, wird nicht nur das Anpassungsvermögen der Unternehmen auf die Probe gestellt. Genauso gefragt ist diplomatisches Geschick. Insbesondere empfiehlt das IW im Rahmen der bestehenden Abkommen unter dem Dach der Welthandelsorganisation WTO Handelshemmnisse wie Steuern und Exportbeschränkungen für Bodenschätze und Rohstoffe weiter abzubauen. Auch gelte es die Forschung zu stärken. Wollen die Unternehmen der Rohstoffknappheit begegnen, müssen sie neue Produkte und Verfahren entwickeln. Dies sollte sich auch in einer entsprechend gestalteten Forschungsförderung widerspiegeln.

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