VDW Deutsche Werkzeugmaschinen-Hersteller zeigen Flagge in der Türkei

Redakteur: Stéphane Itasse

Der schwierigen Lage zum Trotz haben die Mitgliedsunternehmen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) bei ihrem jüngsten Symposium in Istanbul „Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme made in Germany“ präsentiert. Zielgruppen waren die türkische Automobilindustrie, deren Zulieferer, die Luftfahrtindustrie und der Maschinenbau, wie der VDW am Dienstag mitteilt.

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„Wir sind hier, um die Beziehungen zwischen türkischen Kunden und deutschen Werkzeugmaschinen-Herstellern zu festigen und neue Kontakte zu knüpfen“, beschreibt Carl-Martin Welcker, Vorsitzender des VDW, das Ziel der Veranstaltung. Die Präsentation dokumentiere die Leistungsfähigkeit der deutschen Hersteller und zeige deren Wert für den Ausbau der türkischen Industrie.

Wirtschaftsaufschwung beflügelt Nachfrage nach Werkzeugmaschinen

Die Türkei hat in den vergangenen Jahren einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt hat sich seit 2003 mehr als verdoppelt. Ebenso ging es den Werkzeugmaschinen-Importen, die von 342 Mio. Euro im Jahr 2003 auf 720 Mio. im vergangenen Jahr gestiegen sind. Davon verkauften die Deutschen als zweitgrößter Lieferant ein Fünftel.

Im Land sind laut VDW-Angaben zahlreiche neue Verarbeitungsbetriebe entstanden, die moderne Werkzeugmaschinen benötigen. Für 2009 wurde bisher von einem weiteren Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen ausgegangen, heißt es. Damit werde auch der Bedarf an Werkzeugmaschinen grundsätzlich weiter steigen.

Trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kamen 70 Kunden zum VDW-Symposium. „Wir haben gute Gespräche mit potenziellen Abnehmern über ganz konkrete Projekte geführt“, äußerte sich Werner Roth, Vice President Engineering bei der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH in Nürtingen, zufrieden. Durch den aktuell güngstigen Wechselkurs zwischen Euro und Yen verspricht er sich laut Mitteilung für die kommenden Monate in der Türkei einigen Erfolg.

Deutsche Werkzeugmaschinen-Exporte in die Türkei klettern weiter

Die deutschen Werkzeugmaschinen-Exporte in die Türkei stiegen in den vergangenen Jahren kräftig. Zwischen 2004 und 2007 kletterten sie um 52% auf über 171 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2008 zogen sie noch um weitere 6% an. Auch die Bestellungen aus der Türkei lagen im ersten Halbjahr noch um 22% höher als im Vorjahr. Die Türkei besetzte damit bereits Platz 15 der wichtigsten Exportmärkte für die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie.

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