Oh, Oh ... Der deutschen Wirtschaft geht es schlechter als gedacht

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die deutsche Wirtschaft ist im Rahmen des vom Zollkonflikt geprägten Frühjahr stärker geschrumpft als zunächst berechnet ...

Seit 2023 zeigt die deutsche Wirtschaftsleistung nach unten. In diesem Jahr sind auch noch die US-Zölle hinzugekommen. Das Statistische Bundesamt muss deshalb die Zahlen für das erste Halbjahr 2025 nach unten korrigieren. Doch für nächstes Jahr bestehe Hoffnung ...(Bild:  Bandaros)
Seit 2023 zeigt die deutsche Wirtschaftsleistung nach unten. In diesem Jahr sind auch noch die US-Zölle hinzugekommen. Das Statistische Bundesamt muss deshalb die Zahlen für das erste Halbjahr 2025 nach unten korrigieren. Doch für nächstes Jahr bestehe Hoffnung ...
(Bild: Bandaros)

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Vergleich zum ersten Quartal um 0,3 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt anhand neuester Daten mitteilt. Zunächst hatte die Behörde mit einem Rückgang um die 0,1 Prozent für den Zeitraum April bis einschließlich Juni errechnet. Ökonomen glaubten im Schnitt an eine Bestätigung dieser Erstschätzung. Doch während sowohl der private als auch der staatliche Konsum zulegten, ging es mit Investitionen in Bauten, Maschinen und Fahrzeuge abwärts. Auch der Außenhandel ging bergab. Die derzeitige Handelspolitik der USA bremst laut Aussage der Experten einfach die exportorientierte deutsche Industrie. Eine Umkehr der Vorzieheffekte in Bezug auf die US-Zollpolitik habe die deutsche Wirtschaft zurück in die Rezession getrieben. Damit meint man, dass viele US-Unternehmen früher im Jahr vermehrt Waren aus anderen Staaten wie Deutschland bezogen haben, um drohende Einfuhrzölle zu vermeiden. Und seit dem 7. August gelten bekanntlich für die meisten Importe aus der Europäischen Union in die USA Zölle von 15 Prozent. So werde es aber immer unwahrscheinlicher, dass es vor 2026 zu einer substanziellen Erholung der deutschen Wirtschaft kommen könne. Der Optimismus, der hierzulande in den ersten Monaten des Jahres herrschte, zeigt sich eben noch nicht durch harte Daten. Und die Zuversicht in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft ist offensichtlich ungebrochen, wie die am Donnerstag veröffentlichten Stimmungsdaten zeigen. So helle sich die Stimmung in den Industriebetrieben Deutschlands im August überraschend auf – wenngleich sie noch knapp unter der Schwelle liege, die Wachstum signalisiere.

Miniwachstum nach zwei Rezessionsjahren möglich

Per Wachstumsbooster und Bauturbo will die Bundesregierung bekanntlich die Wirtschaft ankurbeln. Doch nach den ersten 100 Tagen der Koalition aus CDU/CSU und SPD unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind viele doch eher ernüchtert. Und die höheren US-Zölle erschweren Geschäfte im wichtigen US-Markt – zum Beispiel für Automobilhersteller und den Maschinenbau. Das bremst das Wachstum. Deutschland muss aber auch endlich seine Hausaufgaben machen und dazu auch tiefgreifende Reformen anpacken, wie so mancher Wirtschaftsweise mahnt. Volkswirte gehen zwar davon aus, dass die staatlichen Milliarden für Verteidigung und Infrastruktur die Wirtschaft in Schwung bringen werden. Doch in den Zahlen wird sich das voraussichtlich, wie oben bereits erwähnt, erst 2026 faktisch niederschlagen, nachdem in diesem Jahr ein kleines Wachstum zu erwarten ist.

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