Doch mehr drin? IWF glaubt jetzt an stärkeres Wirtschaftswachstum in Deutschland

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) revidiert seine Ansichten zu den noch im letzten Jahr abgegebenen Prognosen ...

Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington glaubt man jetzt, dass Deutschland in diesem Jahr wirtschaftlich mehr wachsen kann, als noch im Herbst gedacht ...(Bild:  IWF)
Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington glaubt man jetzt, dass Deutschland in diesem Jahr wirtschaftlich mehr wachsen kann, als noch im Herbst gedacht ...
(Bild: IWF)

Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als zuvor noch angenommen. Demnach dürfte für 2026 ein Plus von 1,1 Prozent winken, was 0,2 Prozentpunkte mehr bedeutet als noch im Oktober prognostiziert. Unter anderem dürften staatliche Milliardenausgaben kurzfristig für Auftrieb sorgen und damit die hemmenden Effekte der US-Zölle abfedern, so die Experten aus Washington. Nachdem die Bundesrepublik im vergangenen Jahr noch das Schlusslicht unter den großen westlichen Industrienationen der G7-Gruppe bildete, hinken nun Japan und Italien mit einem vermuteten Wachstum von 0,7 Prozent hinterher. Auch Frankreich dürfte sich mit einem Prozent etwas schwächer entwickeln als Deutschland. Die Experten positionieren sich damit deutlich optimistischer als etwa die Bundesbank und das Ifo-Institut. Zugleich bleibt der IWF aber lieber vorsichtiger als die Bundesregierung.

Die USA dürften gut im vorläufigen Aufwind schweben

Denn die glaubt an ein Wachstum von 1,3 Prozent. Die Bundesregierung bezog sich bei ihrer Prognose vor allem auf die Nachfrage im Inland. Denn stabile Preise, Lohnsteigerungen und Entlastungen ließen die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte steigen. Für 2027 erwarten die IWF-Experten übrigens ein weiteres Wachstum von etwa 1,5 Prozent. Die USA dürften sich nach IWF-Angaben erneut besser entwickeln als gedacht, weshalb für 2026 das Wachstum 2,4 Prozent betragen soll ( im Oktober noch 2,1 Prozent). Unter anderem liege das am relativ niedrigeren Leitzins, den die Federal Reserve 2025 in mehreren Schritten gesenkt hatte. Auch dürften die negativen Auswirkungen der US-Zölle für die heimische Wirtschaft allmählich nachlassen. Für 2027 erwarten die Experten dann aber eine Schwächung von zwei Prozent. Was die Weltwirtschaft an sich angeht, so glaubt der IWF an ein Wachstum um die drei Prozent, möglicherweise leicht darüber. Doch die Möglichkeiten für eine Verschlechterung seien tendenziell zahlreicher als die verbessernden Effekte. Mit Sorge beäugt man auch weiterhin die sogenannte KI-Blase und die schwelenden Handelskonflikte. Man wird sehen ...

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