Zulieferungen Deutsche Zulieferer halten mit asiatischer Konkurrenz Schritt

Autor / Redakteur: Frank Sattler / Claudia Otto

Ein genauer Blick auf die Kosten der Serienfertigung in der EU und in Asien lohnt sich. Die Höhe der Lohnkosten sollte dabei nicht das entscheidende Kriterium für oder gegen den Lieferanten sein. Denn bei der Kalkulation ist es wichtig, alle Zusatzkosten einzubeziehen.

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Die Zulieferunternehmen in Europa und vor allem in Deutschland haben die richtige Strategie im globalen Wettbewerb der Beschaffungsmärkte. Etwa 70% aller Zeichnungsteile, die über das Auftragsfertigungsportal Techpilot geordert werden, sind maschinenintensiv in der Fertigung. Bei den restlichen stehen die Kosten der Fertigung in Asien oft auch in keinem Verhältnis zu den erhofften Einsparungen.

Logistik frisst Kostenvorteile Asiens auf

Nicht wenige Unternehmen vergleichen nur die fakturierten Angebotspreise. Damit vergleichen sie im Grunde Äpfel mit Birnen. Wenn es um die Entscheidung geht, Teile in Asien oder in Europa fertigen zu lassen, sollten jedoch alle Kosten berücksichtigt werden. Denn die zusätzlichen Logistikkosten für die flexible Einbindung in moderne europäische Produktionsabläufe übersteigen die Einsparungen beim Stückpreis, die in Asien erzielt werden können, oft erheblich.

Eine einfache Betrachtung der Gesamtkosten zeigt, dass europäische Zulieferunternehmen selbst bei vergleichbarer maschineller Ausstattung im Vergleich zu asiatischen Kostenvorteile von 10% erzielen (siehe Grafik). Vor allem in der Serienfertigung gilt, je höher der Automatisierungsgrad, desto größer der Wettbewerbsvorsprung. Ein Blick in die Maschinenhallen – bei Techpilot ein Blick in die Datenbank mit allen Detailinformationen über den Maschinenpark der Zulieferunternehmen – macht die Unterschiede deutlich.

Lohnkosten fallen bei europäischen Zulieferern kaum noch ins Gewicht

In der europäischen Serienfertigung ist es heute üblich, dass ein Maschinenbediener mehrere automatisch laufende Maschinen bedient. Möglich wird dies etwa durch Roboterbeschickung, Palettenbahnhöfe, Pick-up-Drehmaschinen und Stangenlademagazine. Damit fällt der Lohnkostenanteil im Produktpreis frei Werk Europa kaum noch ins Gewicht.

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