Mini-Vivat! Deutscher Maschinen- und Anlagenbau meldet kleines Plus

Von VDMA 2 min Lesedauer

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Die Unternehmen aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau haben ein durchwachsenes erstes Halbjahr 2025 in ihren Auftragsbüchern stehen, wie der VDMA sagt. Immerhin gibt es ein winziges Plus.

Dr. Johannes Gernandt vergleicht das erste Halbjahr 2025 mit dem von 2024, was den deutschen Maschinen- und Anlagenbau angeht: „Aus den Euro-Ländern kamen mehr Aufträge, aus den Nicht-Euro-Länder aber deutlich weniger. Am Ende steht ein winziges Plus in den Büchern.“(Bild:  Sarah Kastner Fotografie / VDMA)
Dr. Johannes Gernandt vergleicht das erste Halbjahr 2025 mit dem von 2024, was den deutschen Maschinen- und Anlagenbau angeht: „Aus den Euro-Ländern kamen mehr Aufträge, aus den Nicht-Euro-Länder aber deutlich weniger. Am Ende steht ein winziges Plus in den Büchern.“
(Bild: Sarah Kastner Fotografie / VDMA)

Während die Bestellungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Juni das Vorjahresniveau real um fünf Prozent verfehlten, kam die Branche für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres auf ein kleines Plus von einem Prozent. „Dieser Zuwachs kommt allein aus der steigenden Nachfrage aus den Euro-Ländern und dürfte ein positives Zeichen dafür sein, dass Europa tatsächlich dabei ist, den eigenen Standort zu stärken“, so der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. Im Gegensatz dazu spiegle das Auftragsminus von real zwei Prozent im zweiten Quartal die Verunsicherung wider, die vor allem durch den schwelenden Zollstreit zwischen der EU mit den USA ausgelöst wurde. Welche Auswirkungen der nun für den ab dem 7. August geplante Zollsatz von 15 Prozent auf Importe in die USA auf den Maschinenbau haben wird, lässt sich laut Gernandt noch nicht abschätzen. Immerhin gebe es jetzt eine teuer erkaufte Planungssicherheit für die Unternehmen – vorausgesetzt, der Deal habe auch Bestand.

So hat sich der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Detail entwickelt:

Im Juni sanken die Bestellungen aus dem In- und Ausland gleichermaßen um real fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dem Zuwachs von 16 Prozent aus den Euro-Ländern stand dabei leider ein Rückgang der Bestellungen von 13 Prozent aus den Nicht-Euro-Ländern entgegen. Insgesamt verblieb ein Minus bei den Orders von fünf Prozent. Im zweiten Quartal 2025 kamen aus dem Inland zwei Prozent weniger Aufträge und das Ausland verbuchte ein Minus von einem Prozent (Euro-Länder: +19 Prozent, Nicht-Euro-Länder: minus neun Prozent). Daraus resultiere von April bis Juni ein Auftragsminus von zwei Prozent mit Blick auf den gleichen Zeitraum 2024. Fazit: Im ersten Halbjahr 2025 verbuchten die Unternehmen im Inlandsgeschäft ein Auftragsminus von einem Prozent, während die Auslandsbestellungen um zwei Prozent zulegten. Aus dem Euro-Raum kamen 16 Prozent mehr Bestellungen. Die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern sanken dagegen um drei Prozent. Unterm Strich verblieb das kleine Auftragsplus von einem Prozent.

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