Beunruhigende Tatsachen Deutscher Maschinenbau denkt an Verlagerung und Stellenabbau

Quelle: FTI-Andersch 2 min Lesedauer

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FTI-Andersch ist eine Unternehmensberatung, die jüngst die Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau eingefangen hat. Hier die Ergebnisse ...

Unattraktives Deutschland! Die Unternehmensberatung FTI-Andersch hat eine Befragung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau durchführen lassen. Das Bild das aus den Antworten gezeichnet werden kann, ist alles andere als strahlend. Doch noch könne man das ändern ...(Bild:  industrieblick - stock.adobe.com)
Unattraktives Deutschland! Die Unternehmensberatung FTI-Andersch hat eine Befragung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau durchführen lassen. Das Bild das aus den Antworten gezeichnet werden kann, ist alles andere als strahlend. Doch noch könne man das ändern ...
(Bild: industrieblick - stock.adobe.com)

Über ein Viertel (26 Prozent) der Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland befindet sich aktuell in einer Restrukturierung. Ein weiteres knappes Viertel (24 Prozent) plant dergleichen zumindest kurz- bis mittelfristig. Ein hoher Anteil derjenigen, die eine Restrukturierung planen, ziehe dabei grundlegende Veränderungen in Betracht. Denn 58 Prozent wollen ihr Geschäft strategisch neu ausrichten. Jeweils 42 Prozent wollen gar Standorte verlagern und dabei Personal abbauen. Und jeder Vierte der Befragten plant den Abbau von Produktions- und Leistungskapazitäten. Das ist das bedenkliche Ergebnis einer Befragung des Marktforschungsinstituts Verian (zuvor Kantar Public) im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch, bei der 200 Unternehmen Auskunft gaben. Außerdem erwarten 43 Prozent einen schmerzlichen Umsatzverlust wegen der Insolvenz von Kunden. Der Standort Deutschland wird generell als eher unattraktiv betrachtet. Man geht davon aus, dass 28 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer bis 2030 rund 20 Prozent ihres Personals verlieren werden.

Das exportorientierte Wirtschaftsmodell hat offensichtlich ausgedient

Und bei denjenigen, die bereits die Restrukturierung begonnen haben, bauen bereits 31 Prozent Personal ab, wie dabei herauskam. Rund 23 Prozent verringern schon ihre Produktionskapazitäten. Acht Prozent haben aktiv mit der Standortverlagerung begonnen. Einen Grund für die Diskrepanz zwischen Planung und Umsetzung sehen die Analysten im Arbeits- und Fachkräftemangel. Für rund 70 Prozent der befragten Unternehmen ist die geopolitische Instabilität die größte Herausforderung für ihre Branche. Im Branchenvergleich mit dem Automotive-Sektor und dem Konsumgüterbereich landet geopolitische Instabilität aber nur auf dem sechsten Platz der Probleme. Diese Antworten sind für die Experten von FTI-Andersch auch der Beleg, dass das bisher verfolgte, exportorientierte Wirtschaftsmodell Deutschlands an seine Grenzen stößt. Zwar seien es nach wie vor Minderheiten, die Stellen streichen würden, Verlagerungen planten und Kapazitäten aus dem Markt nähmen. Doch diese wenigen sind nach Aussage der Analysten so signifikant groß, dass sie erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft und ihre darin tätigen Akteure haben werden.

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