Quälendes Quartal Deutscher Maschinenexport schwächelte im vierten Quartal 2023

Quelle: VDMA 3 min Lesedauer

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Deutsche Maschinen- und Anlagenbauer mussten im vierten Quartal 2023 einen Rückgang ihrer Ausfuhren hinnehmen, wie der VDMA meldet.

Der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers blickt hier auf das letzte Quartal 2023 zurück: „Deutsche Maschinenbauer haben im letzten Jahr zwar insgesamt einen Rekord erreicht, doch das ist nur der Einfluss des ersten Halbjahres. Danach wurde das Geschäft rückläufig.“(Bild:  VDMA)
Der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers blickt hier auf das letzte Quartal 2023 zurück: „Deutsche Maschinenbauer haben im letzten Jahr zwar insgesamt einen Rekord erreicht, doch das ist nur der Einfluss des ersten Halbjahres. Danach wurde das Geschäft rückläufig.“
(Bild: VDMA)

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug das Minus, das der deutsche Maschinen und Anlagenbau Ende 2023 verkraften musste, nominal 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzte sich die im Jahresverlauf spürbar nachlassende Exportdynamik fort. Für das Gesamtjahr 2023 ergebe sich aber zum Vorjahr immer noch ein Exportplus von nominal 5,9 Prozent. Mit einem Exportvolumen von insgesamt 207 Milliarden Euro erreichten die Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland im vergangenen Jahr abermals einen neuen Rekord. Der Zuwachs basiert jedoch ausschließlich auf einem starken ersten Halbjahr mit zweistelligen Zuwachsraten. Im zweiten Halbjahr 2023 hinterließen die rückläufigen Auftragseingänge ihre Spuren. „Ein künftiger Erfolg ist also keineswegs gesichert und bräuchte dringend politischen Flankenschutz etwa durch neue Freihandelsabkommen“, empfiehlt der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Auch profitierten die Unternehmen von gestiegenen Exportpreisen. Preisbereinigt bewegten sich die Maschinenexporte im Jahr 2023 knapp unter Vorjahresniveau (minus 0,7 Prozent). „Ein Blick auf die jüngsten Auslandsorders vermittelt den Eindruck einer Stabilisierung. Von einer Trendwende würde ich aber noch nicht sprechen. Für die kommenden Monate ist deshalb weiter mit einer rückläufigen Exportentwicklung zu rechnen“, kommentiert Wiechers.

Die USA könnten für Aufschwung sorgen

Die Nachfrage aus den USA, immerhin der größte Einzelmarkt für die Maschinenexporteure aus Deutschland, schwächte sich zum Jahresende ebenfalls deutlich ab. Im vierten Quartal verzeichneten die Unternehmen aber noch ein Exportwachstum von nominal 3 Prozent. Im Gesamtjahr legten die Maschinenexporte in die USA sogar zweistellig um nominal 12,6 Prozent zu und kamen damit auf ein Exportvolumen von 28 Milliarden Euro. Der Anteil der USA an den gesamten deutschen Maschinenexporten legte von 12,7 Prozent im Jahr 2022 auf 13,5 Prozent im Jahr 2023 zu. Ein wesentlicher Grund für die positive Entwicklung der Maschinenexporte in die USA war vor allem die robuste US-Konjunktur, heißt es. Zudem sei dort das Umfeld für Investitionen im verarbeitenden Gewerbe – trotz gestiegener Zinsen – attraktiv. Umfangreiche Fördermaßnahmen führten unter anderem zu einem deutlichen Anstieg der Bauinvestitionen. „Damit stieg letztlich auch die Nachfrage nach Maschinen aus Deutschland, die nicht nur für die Errichtung sondern auch für die Ausstattung der neuen Produktionsstätten benötigt werden“, erläutert der VDMA-Chefvolkswirt.

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