Rohstoffe Deutschland bleibt bei Metallen auf Importe angewiesen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Deutschland ist einer Studie zufolge bisher vor allem bei Metallen weitgehend auf Importe angewiesen, meldet die dpa.

Lithium gehört zu den von der EU als kritisch eingestuften Rohstoffe. In Deutschland werden deshalb wirtschaftlich relevante Vorkommen gesucht. Doch der steigende Bedarf an solchen Elementen wird von heimischen Quellen nicht gedeckt werden können – die Chance für China.(Bild:  Chemchecker)
Lithium gehört zu den von der EU als kritisch eingestuften Rohstoffe. In Deutschland werden deshalb wirtschaftlich relevante Vorkommen gesucht. Doch der steigende Bedarf an solchen Elementen wird von heimischen Quellen nicht gedeckt werden können – die Chance für China.
(Bild: Chemchecker)

Zwar werde ein Großteil der jährlich benötigten mineralischen Rohstoffe aus deutschen Lagerstätten gewonnen, teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) mit, doch in Sachen von der EU als kritisch beziehungsweise strategisch eingestuften mineralischen Rohstoffen verfügt Deutschland nur über eine vergleichsweise geringe Produktion. Zu diesen kritischen Rohstoffen zählen etwa Lithium und Silizium. Lithium kommt bekanntlich in Akkus zum Einsatz, wie sie etwa in Smartphones und Elektroautos verbaut werden. Doch Rohstoffvorkommen, die zumindest einen Teil des Bedarfs decken könnten, machten Hoffnung. Denn das Potenzial derselben sei noch nicht ausgeschöpft. Experten untersuchen, wie es weiter heißt, derzeit die gegenwärtigen heimischen Bergbauaktivitäten und aktuellen Explorationsvorhaben zu kritischen und strategischen Rohstoffen sowie den Mineralen, in denen sie vorkommen. Dabei seien über 100 Projekte erfasst worden.

Lüneburger Heide als deutsche Lithiumquelle ausgemacht

Das Ergebnis ist, dass Deutschland bei den von der EU als kritisch eingestuften Rohstoffen nur die Industrieminerale Fluss- und Schwerspat, Feldspat, Grafit sowie grobkörnigen Quarz als mögliche Vorprodukte für die Herstellung von Silizium besitzt. Explorationsvorhaben gebe es derzeit in erster Linie bei den Metallen Lithium und Kupfer. Beide Rohstoffe sind für die Energie- und Verkehrswende von zentraler Bedeutung. Bis zu einer möglichen Rohstoffgewinnung seien aber beträchtliche Investitionen nötig – insbesondere in puncto Erkundung. Dabei sei auch die Wirtschaftlichkeit in vielen Fällen noch nicht nachgewiesen. Bei Lithium gehen Experten von einem Potenzial von rund 3,8 Millionen Tonnen aus, womit Deutschland im weltweiten Vergleich über die siebtgrößten Ressourcen verfüge. Das Metall soll künftig auch in der Lüneburger Heide abgebaut werden. Wegen der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos erwartet die BGR aber auch einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage. Die Menge, die hierzulande gewonnen werden könne, würde deshalb nicht ausreichen, um den steigenden Bedarf zu decken.

China nutzt die Abhängigkeiten anderer Länder aus

Auch der Bedarf an Batterien, Solarzellen und Halbleitern steigt deshalb, wie es heißt. Rohstoffe wie Germanium oder Gallium werden laut der Studie zwar nur in geringen Mengen benötigt, sind aber für die jeweiligen Technologien unverzichtbar. China ist wiedermal Hauptproduzent und Deutschland importiert entsprechend viel aus Fernost. Peking weiß außerdem um die Abhängigkeit anderer Länder und nutzt aus diesem Umstand die seltenen Erden im globalen Wettbewerb. So belegte die Volksrepublik 2023 Germanium, Grafit und Gallium mit Exportbeschränkungen. Ende Juni dieses Jahres erließ die Regierung strengere Regeln für den Abbau seltener Erden.

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