Getrübte Freude Deutz durchpflügt steinigen Konjunkturacker mit Erfolg – aber ...

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Deutz spürt die anhaltende, konjunkturell bedingte Nachfrageschwäche. Dennoch bleibt das Unternehmen, wie es heißt, weiterhin profitabel. Doch es drohen auch Stellenstreichungen.

Die konjunkturelle Lage für viele Unternehmen ist nicht gerade berauschend. Dennoch konnte der Deutz-Konzern profitabel agieren, wie die dpa jetzt meldet. Doch es gibt auch einen bitteren Wermutstropfen für die Belegschaft ...(Bild:  Deutz)
Die konjunkturelle Lage für viele Unternehmen ist nicht gerade berauschend. Dennoch konnte der Deutz-Konzern profitabel agieren, wie die dpa jetzt meldet. Doch es gibt auch einen bitteren Wermutstropfen für die Belegschaft ...
(Bild: Deutz)

Das belegen die heute veröffentlichten Neunmonatszahlen. Bei einem Umsatzrückgang von 13,4 Prozent auf 1.305,9 Millionen Euro, der unter anderem durch eine dreiwöchige Produktionspause im August am Hauptsitz in Köln bedingt ist, erzielte Deutz dennoch ein bereinigtes Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) von 57,3 Millionen beziehungsweise eine bereinigte Ergebnisrendite von 4,4 Prozent (2023 waren es 7,1 Prozent). Dazu trug nicht zuletzt der weitere Ausbau des margenstarken Servicegeschäfts bei, wie es weiter heißt. Der Auftragseingang lag mit 1.346,2 Millionen Euro fast auf dem vom Jahr zuvor – und das vor allem aufgrund der erfolgreichen Portfolioentwicklung durch die im dritten Quartal vollzogenen Übernahmen von Blue Star Power Systems in den USA sowie des Off-Highway-Geschäfts von Rolls-Royce Power Systems für ausgewählte Daimler-Truck-Motoren. Der volle Ergebniseffekt beider Akquisitionen kommt im vierten Quartal zum Tragen. Der Auftragseingang des Deutz-Konzerns lag im Neunmonatszeitraum 2024 mit 1.346,2 Millionen Euro um 3,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (1.398,9 Millionen).

Deutz-Sparmaßnahmen werden Stellen kosten

Allerdings wurden im Rahmen eines Kostenprogramms Maßnahmen eingeleitet, um zu sparen. Das Ziel ist es, mindestens 50 Millionen Euro weniger auszugeben. Gesteuert werden die Validierung und Umsetzung durch ein bereichsübergreifendes Team unter der Leitung von CFO und Arbeitsdirektor Oliver Neu, wie es weiter heißt. Die definierten Maßnahmen umfassten sowohl strukturelle Maßnahmen wie Stellenabbau als auch eine nachhaltige Reduktion von Sachkosten. Deutz sei es bewusst, dass der angekündigte Stellenabbau für Unsicherheit sorge. Man will deshalb alles dafür tun, diesen so verantwortungsbewusst wie möglich zu gestalten. Dazu seien die Deutz-Entscheider bereits im engen Austausch, um zeitnah in Verhandlungen einzutreten und möglichst rasch Klarheit für alle Mitarbeiter zu schaffen. Das Ziel sei es, noch vor Weihnachten alle Mitarbeiter über den weiteren Prozess informieren zu können.

Die neuesten Deutz-Kennzahlen im Detail

Dass sich der konjunkturell bedingte Nachfragerückgang nur bedingt in der Auftragsentwicklung auf Konzernebene widerspiegle, resultiere aus der Erstkonsolidierung von Blue Star Power Systems: So steuerte das Genset-Geschäft des Anfang August erworbenen Unternehmens Auftragseingänge in Höhe von rund 100 Millionen Euro zur positiven Entwicklung des Bereichs Stationäre Anlagen bei, dessen Auftragseingang sich im Vorjahresvergleich dadurch beinahe verdoppelte. Zum anderen hat Deutz Aufträge in Höhe eines hohen zweistelligen Millionenbetrags verbuchen können, die sich aus der Übernahme der Vertriebs- und Serviceaktivitäten von diversen Daimler-Truck-Industriemotoren von Rolls-Royce Power Systems ergeben haben. Weiterhin entwickelten sich das Servicegeschäft sowie der Bereich Sonstiges deutlich positiv. Genauer gesagt, erhöhte sich im Servicebereich der Auftragseingang im Vergleich zum 9-Monats-Zeitraum 2023 um 6,3 Prozent auf 383,3 Millionen Euro. Im Bereich Sonstiges steigerte sich das Ganze um 12,5 Prozent auf 59,3 Millionen Euro.

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