Rüstungsoffensive Deutz will im Rüstungssektor stärker präsent sein

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Der Kölner Motorenbauer Deutz möchte derzeit nur relativ kleines Geschäft mit der Rüstungsbranche in Zukunft ausweiten ausweiten, wie die dpa erfahren hat.

Vorwärts, Marsch! Das Kölner Traditionsunternehmen Deutz ist unter anderem für seine starken Dieselmotoren bekannt. Nach einem nicht ganz so prickelnden allgemeinem Geschäft in letzter Zeit, wagt man nun, das Rüstungsgeschäft stärker zu fokussieren ...(Bild:  Deutz)
Vorwärts, Marsch! Das Kölner Traditionsunternehmen Deutz ist unter anderem für seine starken Dieselmotoren bekannt. Nach einem nicht ganz so prickelnden allgemeinem Geschäft in letzter Zeit, wagt man nun, das Rüstungsgeschäft stärker zu fokussieren ...
(Bild: Deutz)

Für Deutz ist das Thema Defence, wie es heißt, ein sehr wichtiger und interessanter Markt mit großem Wachstumspotenzial. Man habe deshalb jetzt eine lange Liste an Geschäftsmöglichkeiten in verschiedenen Staaten erstellt und gleichzeitig die Vertriebsaktivitäten in Sachen Rüstungsbranche verstärkt. Genauer gesagt, geht es um Motoren für kleine und mittlere Militärfahrzeuge sowie Radpanzer. Antriebssysteme für schwere Kampfpanzer auf Ketten stünden nicht zur Debatte. Deutz liefert dafür bereits den Motor für einen polnischen Truppentransporter, sowie Hilfsmotoren für schwere Kampfpanzer. Außerdem bauen die Kölner in alte Panzer neue Motoren ein, damit diese länger genutzt werden können.

Regierungsseitiger Geldsegen könnte Baumaschinen pushen

Im laufenden Geschäftsjahr werde man mit der Sparte Defence voraussichtlich einen Umsatz im mittleren Millionen-Euro-Bereich machen, wie der Deutz-Chef, Sebastian Schulte, anmerkt. Damit sei es für das Unternehmen vorerst aber dennoch nur ein Nischengeschäft. Eine Prognose, wie stark das Militärgeschäft von Deutz in den kommenden Jahren sein wird, gab es nicht. Dafür sei es zu früh. Das Geschäft will man lieber systematisch erweitern. Mit Blick auf die Milliardenkredite des Bundes, die CDU/CSU und SPD kürzlich auf den Weg gebracht haben, rechnet sich Deutz aber auch im Baubereich einen Wachstumsimpuls aus – etwa wenn neue Baumaschinen gebraucht werden. Man stehe bereit!

Deutz hofft auf bessere Zeiten für Geschäfte

Deutz stellt im Übrigen Motoren für Hebebühnen, Traktoren, Erntemaschinen, Bagger und andere große Maschinen her. Wegen der schwachen Konjunktur machte das Traditionsunternehmen mit seinen etwa 5.200 Mitarbeitern aber zuletzt schlechtere Geschäfte. Der Umsatz rutschte deshalb im vergangenen Jahr um 12,1 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro nach unten. Und das Betriebsergebnis (Ebit) brach um zwei Drittel auf 42 Millionen Euro ein. Dieses Jahr soll es wieder besser laufen. Das Management prognostiziert einen Konzernumsatz von 2,1 bis 2,3 Milliarden Euro.

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