Markenwertstudie Die 100 wertvollsten Marken der Welt

Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Bereits zum elften Mal wurde nun die internationale Markenwertstudie veröffentlicht. In einer Kombination von Finanzkennzahlen und der Befragung von über drei Millionen Konsumenten weltweit, analysiert die Studie die 100 wertvollsten Marken der Welt. Der Gesamtwert der wertvollsten Marken beläuft sich auf 3,4 Billionen USD.

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Bereits zum elften Mal ermittelte Millward Brown die wertvollsten Marken der Welt. Wie dabei deutsche Marken abgeschnitten haben, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Bereits zum elften Mal ermittelte Millward Brown die wertvollsten Marken der Welt. Wie dabei deutsche Marken abgeschnitten haben, erfahren Sie in diesem Beitrag.
(Bild: Pixabay, CCO Public Domain / CC0 )

Google ist die wertvollste Marke der Welt. Das Internetunternehmen aus Mountain View (Kalifornien) steigert den Markenwert im Vergleich zum Vorjahr um +32 % auf 229,2 Mrd. USD und löst Apple als wertvollste Marke der Welt ab. Apple erleidet einen Verlust von -8 % und landet mit 228,5 Mrd. USD knapp geschlagen auf dem zweiten Platz. Wie im vergangenen Jahr belegt der Softwarekonzern Microsoft mit einem Markenwert von 121,8 Mrd. USD (+5 %) den dritten Platz der Millward Brown Markenwertstudie BrandZ.

„Der Erfolg von Google gründet auf deutlich erhöhten Werbeeinnahmen, prosperierenden Cloud-Services und einer schlüssigen Innovationsstrategie am Puls der Zeit. Insgesamt haben sich die wertvollsten Marken der Welt sehr stabil entwickelt – und damit wirtschaftlichen Herausforderungen wie der Konjunkturschwäche in China eindrucksvoll getrotzt. Gerade Marken wie Google, Amazon oder Facebook, die ihre Innovationen in Markenerlebnisse überführen konnten, haben den Bedarf der Konsumenten getroffen und erhebliche Wachstumsraten erzielt“, so Dr. Bernd Büchner, Geschäftsführer von Millward Brown in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Disruptive Marken dringen mit Innovationen in neue Sektoren vor

Disruption war im vergangenen Jahr das beherrschende Thema. Marken veränderten auf vielfache Weise ihr Angebot, oft auch über die Verwendung digitaler Technologien hinaus. Zahlreiche Marken schafften es, unter anderem durch die Diversifizierung des Produkt- und Serviceangebotes, ein eigenes Ökosystem rund um den Bedarf der Konsumenten zu kreieren. So hat Amazon ein eigenes Logistiknetzwerk mit unabhängigen Vertragspartnern aufgebaut, die flexiblere Lieferbedingungen ermöglichen. Facebook veröffentlicht Verlagsinhalte, um die Aktivität der Mitglieder aufrechtzuerhalten. Und Starbucks erweiterte das Angebotsportfolio um kalte und alkoholische Getränke und enterte mit der „tap and go“ App den E-Commerce-Bereich.

„Erfolgreiche Marken durchbrechen immer wieder bestehende Muster. Dabei sind insbesondere Innovationen von Bedeutung, die mehr als nur neue Produkte oder Technologien hervorbringen. Wenn das gelingt, lassen sich auch Sektorgrenzen schnell und erfolgreich überwinden. Allerdings sollten diese Disruptoren stets eine eindeutige Positionierung und klare Identität im Auge behalten, denn nur auf dieser Basis lässt sich eine unverwechselbare Marke aufbauen“, so Bernd Büchner.

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